Künstliche Intelligenz: Ursula von der Leyen besucht Brüsseler Universität

Auch die Europäische Union setzt auf Künstliche Intelligenz. Aus diesem Grunde stattete EU-Kommissionspräsidentin Von der Leyen am Dienstag der niederländisch-sprachigen Freien Universität Brüssel (VUB) einen Besuch ab, denn diese Uni beschäftigt sich mit Thema. 

Künstliche Intelligenz nennt man Technologien, die fähig sind, menschliches Denken nachzuvollziehen und sich damit selbst speisen können. Solche Technologien sind inzwischen dazu fähig, aus eigener Kraft Dinge zu lernen, z.B. sprechen oder die Erkennung von Gegenständen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ist der Ansicht, dass unsere Gesellschaft diese Art der Technologie nicht fürchten müsse - im Gegenteil. Wir sollten sie nutzen und auch Europa setzt voll auf diese Wissenschaft.

Die Freie Universität Brüssel, VUB, unterhält ein AI-Zentrum, also ein Zentrum, dass sich mit künstlicher Intelligenz (Artificial Intelligence) beschäftigt und diese immer weiter entwickelt. VUB-Rektorin Caroline Pauwels gab dabei zu verstehen, dass sich zwischen künstlicher Intelligenz und Robotika nur noch eine dünne Grenze befindet.

Dies ist z.B. deutlich bei sogenannten „Exoskeletten“ zu erkennen. Das ist eine Art elektronische Rüstung, die bei Bewegungsabläufen hilft. Damit können u.a. Menschen lernen, sich zu bewegen, auch wenn sie durch einen Unfall oder durch eine Krankheit eigentlich körperlich behindert sind. „Exoskelette“ können auch Arbeitern dabei helfen, schwere Lasten zu bewegen, wie die VUB vorführte. In Japan wird diese Technik bei Briefträgern in der Postzustellung bereits genutzt. Auch bei der Landwirtschaft und im Klimaschutzbereich kann AI nützlich sein, wie alle Beteiligten am Mittwoch feststellten.

Nach Ansicht der Kommissionsvorsitzenden zeigt die Brüsseler Uni, wie künstliche Intelligenz den Menschen helfen kann, doch solche Technologien und die dazu notwendigen Daten können missbraucht werden, wie im Falle von elektronischer Gesichtserkennung. Auch wenn die EU in Sachen künstliche Intelligenz transparent und „menschengerecht“ vorgehen will, braucht es dazu gesetzliche Regelungen, woran auch der belgische EU-Kommissar für Justiz, Didier Reynders im Rahmen Von der Leyens VUB-Besuch erinnerte.

Um herauszufinden, was hier möglich ist und was absolut nicht geht, könnte auch eine europaweite Bürgerbefragung helfen, wie dort angeregt wurde. Thierry Breton, EU-Kommissar für den internen Markt, arbeitet gemeinsam mit Von der Leyen und Reynders an einer digitalen Strategie und an einem einheitlichen Markt für Daten. 

Yuichiro Chino

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