Regierungsbildung: König Philippe lässt zwei liberale Politiker „neue Kontakte legen“

König Philippe setzt erneut ein Duo ein, um die sich dahinziehenden Verhandlungen zur Bildung einer neuen belgischen Bundesregierung aus der Sackgasse zu holen. Dabei handelt es sich um die  Vorsitzenden der beiden Kammern im belgischen Bundesparlament. Das sind die Senatsvorsitzende Sabine Laruelle von den frankophonen Liberalen MR und der flämische Liberale Patrick Dewael (Open VLD), Vorsitzender der Ersten Kammer. 

Laruelle und Dewael sollen im Auftrag von König Philippe „die nötigen politischen Kontakte legen, im Hinblick auf die Bildung einer vollwertigen Regierung. Die beiden liberalen Politiker sollen ihre Gespräche bis spätestens zum 9. März vorlegen.

Der König steckt in einer schwierigen Lage, seit klar ist, dass es keine Mehrheit geben wird, in der die frankophonen Sozialisten PS und die flämischen Nationaldemokraten N-VA als jeweils stärkste Kraft in ihren Regionen die führenden Koalitionspartner sind. PS-Präsident Paul Magnette hatte dies vor einigen Tagen einmal mehr ausgeschlossen, woraufhin der gerade aktive königliche Gesandte, Justizminister Koen Geens von den flämischen Christdemokraten CD&V hinwarf.

König Philippe versuchte die Lage nach diesem Eklat zu beruhigen und legte eine Pause ein, in der er eine klassische Runde mit Gesprächen mit den Vorsitzenden aller Parteien machte. Dass der Monarch an diesem Mittwoch erneut jemanden mit der Suche nach Verhandlungs- und potentiellen Koalitionspartnern beauftragen würde, war klar, doch die Vorsitzenden der beiden Kammern im belgischen Bundesparlament sind denn doch eine Überraschung für die Beobachter und die Parteien gleichermaßen. 

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