Seehunde an der belgischen Küste: am besten in Ruhe lassen

Seehunde an der belgischen Küste sind gar nicht mehr so selten. Wer aber einen Seehund erblickt, sollte ihn vor allem nicht füttern, nicht nass machen, sondern viel eher in Ruhe lassen. Das meldet das Königliche Institut für Naturwissenschaften.

Nachdem Küstenurlauber dieser Tage mehrere Seehunde an der Küste erspäht hatten, stand das Telefon im Königlichen Institut für Naturwissenschaften nicht mehr still. Die Sorgen um die Seehunde seien völlig unbegründet, so Meeresbiologe Kelle Moreau: Die meisten Menschen wissen nicht, dass Seehunde stets häufiger an der belgischen Küste auftauchen. Viele Anrufer glauben daher, dass diesen Tieren unbedingt geholfen werden müsste. Hilfe brauchen aber nur die wenigsten Seehunde.

Einfach müde

Meistens sind die Tiere nur müde und ruhen sich nach der anstrengenden Paarungszeit auf dem Strand aus. „Sie müssen weder gefüttert noch mit Wasser übergossen werden, da sie, im Gegensatz zu Delfinen oder Walfischen, auch außerhalb des Wassers leben.“

„Halten Sie wenigstens 20 Meter Abstand, was auch für die Hunde gilt. Wer sich den Seehunden zu sehr nähert, setzt die Tiere unter Stress und treibt sie zurück ins Wasser.

Ein gesunder Seehund, verrät Meeresbiologe Moreau, nimmt häufig die sogenannte Bananenposition ein, bei dem er Kopf und Flossenschwanze hebt. Vielleicht sollte man einfach besser auf die Körpersprache achten, auch bei Seehunden!

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