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Flämisches Filmprojekt "Und es schmilzt" gewinnt bei der Berlinale den "ArteKino International"-Preis

Das Projekt der Verfilmung des erfolgreichen Buchs der flämischen Schriftstellerin Lize Spit, „Het Smelt - Und es schmilzt“, wurde im Rahmen des „Berlinale Co-Production Market“ mit dem Preis „ArteKino International“ ausgezeichnet, wie der Flämische Filmfonds VAF mitteilte. Dieser Preist ist mit 6.000 € dotiert. Der Film ist das Regiedebut der flämischen Schauspielerin, Theaterregisseurin und Musikerin Veerle Baetens („The Broken Circle Breakdown“, „Code 37“, „Duelles“). 

Derzeit befindet sich diese Verfilmung noch in der Entwicklungsphase, doch das Projekt wird auch im Zuge der auf der Berlinale geführten Gespräche konkreter. Veerle Baetens schrieb den Plot gemeinsam mit dem Szenaristen und Produzenten Maarten Loix („Bitter Flowers“, „Mobile Home“). In Berlin wurde dieses Spielfilmprojekt unter dem internationalen Titel „The Melting“ einem internationalen Publikum aus der Filmwelt präsentiert.

Baetens und Loix trafen beim „Berlinale Co-Production Market“, der vom 22. bis zum 26. Februar stattfand, Vertreter aus der internationalen Filmindustrie mit dem Ziel, Finanzmittel zur Produktion dieses Films bzw. potentielle Co-Produzenten oder gar einen Produzenten zu finden.

Die Dreharbeiten sollen im Sommer 2021 beginnen und vorläufig liegt die Produktion in Händen von Bart Van Langendonck und Sarah Marks von Savage Film. Das Duo stand auch bereits hinter den flämischen Film- und TV-Produktionen „De Patrick“, „Rundskop“ („Bullhead“) und „D’Ardennen“.  

Erfolgsroman

Das Buch „Het Smelt“ ist der Erstling der flämischen Autorin Lize Spit und erschien 2015. Der S.Fischer-Verlag sicherte sich damals den Deutschlandvertrieb. Dort erschien der Roman unter dem Titel „Und es schmilzt“. Spit selbst arbeitet an dem Filmprojekt nicht mit sondern verfolgt neue Buchprojekte. Der Flämische Literaturfonds (VfL) fasste das Buch zur Frankfurter Buchmesse 2016 folgendermaßen zusammen:

„Dreizehn Jahre nach dem Sommer, in dem alles aus dem Ruder lief, kehrt Eva zurück in ihr kleines flämisches Heimatdorf Bovenmeer- mit einem riesigen Eisblock im Kofferraum. Damals war sie machtlos. Diesmal wird sie es sein, die die Spielregeln bestimmt. Und von ihrem Spiel wird sich so schnell keiner erholen. Was kann in einem Dorf wie Bovenmeer schon passieren? Nur drei Kinder wurden 1988 hier geboren, nur eines davon ein Mädchen, Eva. Die drei sind unzertrennlich, bis die beiden Jungs, Pim und Laurens, Eva vor eine grausame Wahl stellen.“

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