Gesundheitsministerin De Block: "Belgien ist auf das Coronavirus vorbereitet"

„Die Möglichkeit, dass das Coronavirus nach Belgien kommt, ist real, doch wir haben einen Plan“, so Belgiens geschäftsführende Gesundheitsministerin Maggie De Block (Open VLD - Foto) am Dienstagmorgen gegenüber VRT NWS. Allerdings mahnen Experten zur Besonnenheit. „Die Gefahr einer Ansteckung ist verschwindend gering“, sagte Professor Herman Goossens von der Uni Antwerpen dazu. Goosens koordiniert die Bekämpfung des Virus in der EU. 

Man könne nach wie vor ohne Bedenken nach Italien in die Skigebiete reisen, doch „ein Nullrisiko gibt es nicht“, so der Virologe. Belgien arbeitet in Sachen Viren und/oder Pandemie mit einem Referenzlabor und mit zwei Referenzkliniken, so Ministerin De Block. Alle Ärzte und Hospitäler seien informiert und sensibilisiert: „Wir sind vorbereitet und momentan ist Belgien Corona-frei“.

Ein Virus reist um die Welt und das hat nichts damit zu tun, ob es in einem Land in unserer Nähe ist oder ob es weit weg ist.“

Belgiens Gesundheitsministerin Maggie De Block

Laut De Block gibt es keinen Grund zur Panik und die Menschen selbst können auch etwas dagegen unternehmen: „Das Coronavirus verbreitet sich über die Luft und ist demnach sehr schwer einzudämmen. Doch einfache hygienische Maßnahmen sollte man schon nehmen. Das bedeutet Hände waschen, genug Abstand halten, Aufpassen mit husten oder nießen, Papiertaschentücher nutzen und danach wegwerfen. Und vielleicht etwas weniger küssen… In Panik geraten muss niemand. Was wir nicht wollen, ist, dass die Leute anfangen zu hamstern. Das ist für nichts nötig.“ 

110 Belgier in Quarantäne in einem Hotel auf Teneriffa

110 Landleute, die sich in einem Hotel auf der kanarischen Insel Teneriffa aufhalten, sind in Quarantäne, nach dem ein italienischer Tourist aus diesem Haus positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Bei dem Hotel handelt es sich um das H10 Costa Adeje Palace und alle rund 1.000 sich dort aufhaltenden Feriengäste haben über TUI gebucht. Der betroffene Patient kam aus Norditalien, wo derzeit etwa 200 Personen von dem Virus angesteckt wurden. TUI werde alles daransetzen, die Feriengäste während ihrer vorläufigen Quarantäne ausreichend zu versorgen und zu informieren, hieß es dazu. Der erkrankte Italiener wird jetzt einem zweiten Test unterworfen. 

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