Der Unterricht in niederländischer Sprache in Brüssel boomt

Knapp 50.000 Brüsseler Schulkinder folgen dem Unterricht in niederländischer Sprache. Das ist die höchste bisher festgestellte Zahl für die belgische Hauptstadt. Etwa jedes fünfte Schulkind aus dem Kindergarten, aus der Grundschule oder aus der Mittelschule lernt folgt hier dem Unterricht in einer der anderen Landessprachen, während nur etwa jedes 10. Kind zuhause in einem niederländisch-sprachigen Haushalt aufwächst.

Im Vergleich zum vergangenen Jahr stieg die Zahl der Schulkinder, die in Brüssel dem Unterricht in Niederländisch folgt, um weitere 3 %. Diese Tendenz ist seit mehreren Jahren zu beobachten und in den vergangenen 20 Jahren stieg ihre Zahl um glatt 50 %.

Dies spreche für die Qualität des niederländisch-sprachigen Unterrichtswesens in Brüssel, sagte Sven Gatz (Open VLD), der in der flämischen Landesregierung für die Hauptstadt zuständige Minister: „Die Zahlen weisen auf eine hohe Anziehungskraft unserer Schulen hin, auch bei Eltern, die zuhause kein Niederländisch sprechen. Ihnen geht es um die Qualität des Unterrichts, aber auch um die Begleitung ihrer Kinder und um die moderne Infrastruktur.“

Das bedeutet, dass derzeit 18,5 % der Brüsseler Schulkinder in niederländischer Sprache erhalten und 81,5 % in Französisch. Dieses Verhältnis bleibt seit einigen Jahren gleich, was bedeutet, dass auch die Zahl der Schulkinder hier weiter steigt. Inzwischen fordern die frankophonen Grünen von Ecolo, dass alle Schulkinder in Wallonien bzw. im frankophonen Spektrum Brüssels, verpflichtet sein müssen, Niederländisch zu lernen, um mindestens zweisprachig zu werden. 

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