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Die belgische Polizei stellt eine digitale Datenbank zu Kunstdiebstählen auf

Die belgische Bundespolizei arbeitet derzeit an einer digitalen Datenbank in Sachen Kunstdiebstahl und will damit den Kampf gegen diese Art von Kriminalität verbessern. Gleichzeitig wird die SOKO Kunst und Antiquitäten auf Anordnung des scheidenden belgischen Innenministers Pieter De Crem (CD&V) verstärkt, wie die flämische Wirtschaftszeitung De Tijd meldet.

Dies mag überraschen, denn Jahre lang wurde dem Thema Kunstraub in Belgien bei Justiz und Polizei nicht besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt - im Gegenteil. Eigentlich bedeutet dies, dass die entsprechende SOKO wieder neu aufgebaut wird, wie man den Ausführungen von Innenminister De Crem entnehmen kann: „Durch die Optimierung der föderalen Polizei im Jahr 2014 wurden vier spezifische Polizeidirektionen zusammengelegt, woraus die SOKO für den Kampf gegen schwere und organisierte Kriminalität DJSOC entstand. Dabei verschwand die SOKO Kunst und Antiquitäten. Danach wurde diese Art der Kriminalität wie früher dezentralisiert in den verschiedenen Gerichtsbezirken bekämpft.“

Doch der Innenminister gelobt Besserung. Die Bundespolizei wird jetzt endlich ihre schon lange geplante Datenbank zu gestohlenen Kunstgegenständen und wertvollen Antiquitäten, genannt ARTIST, modernisieren, um bei entsprechende Fahndungen und Ermittlungen einen Gang höher schalten zu können. Derzeit arbeiten zwei Polizeibeamte in dieser SOKO.

„Sie haben als Aufgabe, diese besondere Experten-Datenbank mit Angaben zu füllen, um die internationale Zusammenarbeit zu garantieren und um Ermittlungen von Bundes- und lokaler Polizei zu unterstützen“, so De Crem. Er sieht aber ein, dass nur zwei Beamte für diese Aufgabe auf Dauer nicht reichen und will schauen, wie er diese Mannschaftsstärke aufstocken kann: „Schließlich hat unser Land einen Ruf zu verlieren, wenn Kunstraub und die damit verbundenen Hehlereien und ähnliche Straftaten nicht verhindert oder aufgeklärt werden können.“ 

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