E-Commerce: Größere flämische Unternehmen steigern ihren Umsatz über den Online-Handel

Unternehmen aus dem belgischen Bundesland Flandern, die mindestens 250 Mitarbeiter beschäftigen, generierten im Zeitraum 2018-2019 gut 59 % ihres Umsatzes aus dem Online-Handel. Das ist ein deutliches Zeichen dafür, dass das Kaufen oder Verkaufen von Waren und Gütern über das Internet nicht mehr aus dem täglichen Leben wegzudenken ist. Der Umsatz, den die Wirtschaft aus dem E-Commerce erzielt, steigt in ganz Belgien zwar regional unterschiedlich, ist aber ein beständiger Fakt.

Das flämische Landesstatistikamt stellt fest, dass mittelständische Unternehmen mit mindestens 10 Beschäftigten, in den beiden vergangenen Jahren 31 % ihres Umsatzes über den Online-Handel erzielten. Das ist eine Verdoppelung gegenüber der ersten Messung ihrer Art aus den Jahren 2010 und 2011. Doch die Statistiker stellten fest, dass die Umsätze über den E-Commerce steigen, je größer ein Unternehmen ist.

Beispiel: Unternehmen mit 10 bis 49 Beschäftigten generieren einen Online-Umsatz von 9 % des Gesamtumsatzes. Unternehmen mit über 250 Beschäftigten generieren auf diesem Weg 59 % ihres Gesamtumsatzes. Das ist übrigens eine Verdreifachung dieses Wertes gegenüber der Referenzmessung zu den Jahren 2010 und 2011 in Flandern.

Regionale Unterschiede

Regional gesehen, liegen hier in Belgien deutliche Unterschiede vor. Während in flämischen Unternehmen im Durchschnitt 31 % aller Umsätze aus dem Online-Handel gezogen werden, generieren wallonische Unternehmen 15 % des Umsatzes über E-Commerce. Regionaler Spitzenreiter ist die Region Brüssel-Hauptstadt mit einem entsprechenden Durchschnittsumsatz von 42 % in dieser Hinsicht. Belgien schnitt hier zwischen 2018 und 2019 mit 32 % weit über dem EU-Durchschnitt von 17,5 % ab und muss nur Irland vor sich dulden, wo online 34,5 % aller Umsätze online verbucht werden.

Goldene Zeiten für die Lieferwagen…

Vom Onlinehandel profitieren auch die Paketzusteller. Deren Transport- und Lieferumfang stieg 2018 in Flandern um 18 % bei einem entsprechenden Umsatzanstieg um 12 %. Doch es wird erwartet, dass sich hier in Flandern kurzfristig auch die Bestellung von Lebensmitteln per Online im Supermarkt durchsetzen wird und dass dies gerade dem Transport- und Liefersektor zusätzliche Geschäftsfelder bringt. Die niederländische Warenhauskette Albert Heijn, die gerade in Flandern offensiv an den Markt geht, plant Lebensmittellieferungen direkt nach Hause bereits am den Frühjahr. 

Meist gelesen auf VRT Nachrichten