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In der Provinz Limburg nehmen auch virtuelle Polizisten Anzeige auf

Wer in den Gemeinden Houthalen-Helchteren und Bree in der flämischen Provinz Limburg eine Anzeige erstatten möchte oder auch sonst eine Anfrage für die Polizei hat, der kann sich in Zukunft auch an einen virtuellen Beamten wenden. Mit einer speziellen Technologie ist es hier möglich, das Gefühl zu haben, dass man wirklich mit einem Menschen zu tun haben wird und das ist eigentlich auch so. 

Wenn jemand in den oben genannten Gemeinden, die zur sogenannten limburgischen Polizeizone „Carma“ gehören, eine Anzeige erstatten möchte oder z.B. den Verlust seines Ausweises melden muss, dann trifft er ab nächste Woche in den jeweiligen Polizeistationen über einen Bildschirm einen Polizisten, der in Genk sitzt, der nächstgelegenen größeren Stadt.

Der Leiter der Polizeizone „Carma“, Frank Mulleners, sagte dazu gegenüber dem regionalen VRT-Sender Radio 2/Limburg: „Am 2. März beginnen wir hier mit diesem System, aber wir wollen noch dieses Jahr auch in anderen Gemeinden einen solchen Schalter haben. Insgesamt wollen 10 solcher Posten in 8 Gemeinden entstehen.“

Korpschef Mulleners gibt dazu auch zu verstehen, dass damit Polizisten frei werden, die zusätzlich auf Streife gehen können, weil sie keinen Schalterdienst mehr leisten und auch keine entsprechende Verwaltungs- und Büroaufgaben mehr abarbeiten müssen.

Diese Art der Polizeistation ist wider besseren Wissens eine Weltpremiere. Sie bietet ungeahnte Möglichkeiten der Anwendung. Auch die Staatsanwaltschaften in Belgien werden dieses Experiment beobachten, denn auf diesem Wege könnten z.B. Verdächtige verhört werden, ohne dass Ermittlungsrichter aus entfernten Städten anreisen müssen.   

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