Mechelen startet einen Bürgerdialog nach ostbelgischem Vorbild

Die Stadt Mechelen in der Provinz Antwerpen nimmt sich den Bürgerdialog in Ostbelgien zum Beispiel und lanciert ein eigenes Bürgerpanel. In den kommenden beiden Monaten finden die ersten Gespräche statt, bei denen 50 ausgewählte Bürger ein Thema behandeln. Im Januar startete die flämische Stadt einen Aufruf bei 5.000 Einwohnern mit der Frage, ob sie an der Teilnahme an einem Bürgerpanel interessiert seien. 447 davon äußerten sich positiv. 50 davon beginnen jetzt diesen Bürgerdialog, wie er in der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Ostbelgien seit gut einem Jahr praktiziert wird.

Der Stadtrat von Mechelen rief 5.000 Bürger in einem Schreiben dazu auf, sich für die Teilnahme an einem Bürgerpanel zu melden. 447 dieser Bewohner von Mechelen reagierten positiv auf diesen Aufruf. 

Die Idee für einen partizipativen Bürgerdialog wird bereits in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens umgesetzt und hier ließ sich Mechelen inspirieren.

Unter den 447 Mechelner Bürgern, die hier Interesse zeigten, wurden 50 Personen ausgelost, die sich mit der Frage beschäftigen sollen: „Was ist die ideale Mischung zwischen einer sprudelnden Stadt und einer Stadt mit ausreichenden Ruheorten?“

Die 50 potentiellen Mitglieder, die in den kommenden Tagen eine offizielle Einladung zum Bürgerdialog erhalten werden, wurden nach Geschlecht, Wohnort in der Stadt Mechelen, Alter, Ausbildung bzw. Bildungsstand und Herkunft ausgelost. Am 19. März wird sich die Gruppe, die das Bürgerpanel bilden soll, zum ersten Mal treffen. 

Mechelen ist die erste Stadt in Flandern, die ein Bürgerpanel einsetzt, um den Gemeinderat zu bestimmten Themen zu beraten. Dieses Trajekt ist denn auch ein Lernprozess, bei dem wir uns von der Herangehensweise des Bürgerrates in Ostbelgien inspirieren ließen.“

Patrick Princen, Stadtrat für Partizipation in Mechelen

Deren konkrete Arbeit findet zunächst im Rahmen von zwei weiteren Treffen bzw. Gesprächsrunden statt, die am 29. März im Kulturzentrum Lamot (eine ehemalige Brauerei im Zentrum von Mechelen) und am 19. April im Museum „Hof van Busleyden“ (der imposante Stadtpalast aus der Zeit der Renaissance und der Burgundischen Niederlande) angesetzt sind.  

„Mechelen ist die erste Stadt in Flandern, die ein Bürgerpanel einsetzt, um den Gemeinderat zu bestimmten Themen zu beraten. Dieses Trajekt ist denn auch ein Lernprozess, bei dem wir uns von der Herangehensweise des Bürgerrates in Ostbelgien inspirieren ließen. Und die ersten Resultate bieten Grund zur Hoffnung. Nicht weniger als 9 % der Bürger aus Mechelen haben Lust dazu, über unsere Stadt nachzudenken. Wir sind sehr zufrieden damit“, so Patrick Princen, der Stadtrat für Partizipation in Mechelen. 

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