Politiezone Arro Ieper

Westflanderns historische Schlachtfelder: Anhaltender Regen legt wieder Bomben und Granaten frei

Anhaltender Regen und anhaltende Nässe haben in den vergangenen Tagen an einer Baustelle in Zonnebeke in der Nähe von Ypern in Westflandern zahlreiche Sprengkörper aus dem Ersten Weltkrieg freigelegt. Innerhalb von nur knapp einer Woche gingen bei der Lokalpolizei in dieser Gegend rund 20 Meldungen von Bomben- und Granatenfunden ein.

Alleine auf einer Baustelle in Zonnebeke legte das nasse Wetter in den vergangenen Tagen rund 50 Granaten und Bomben aus dem Ersten Weltkrieg frei, die dort seit dem Kriegsende nicht besonders tief im Boden geblieben waren (Foto). Doch diese Baustelle war nicht der einzige Fundort für solche Sprengkörper.

Auch auf einer andern Baustelle ganz in der Nähe legte das regnerische Wetter 35 ähnliche Objekte frei. Innerhalb von nur einer Woche registrierte die lokale Polizeizone von Ypern rund 20 Meldungen von derartigen Funden in der engeren Umgebung.

Polizeikommissar Glenn Verdru warnte in diesem Hinblick die Bauarbeiter, die so etwas finden davor, diese zu berühren: „Das Problem ist, dass sie auf den Baustellen alle gefundenen Bomben, Granaten oder Patronen auf einen Haufen legen und uns erst nach Feierabend anrufen. Das ist keine gute Idee.“

Selbst oder gerade mehr als 100 Jahre nach dem Krieg sind diese Sprengkörper sehr gefährlich. Man müsse solche Funde sofort melden, damit der Kampfmittelräumdienst der belgischen Armee, DOVO, diese so schnell wie möglich entschärfen und abtransportieren kann. Doch dies kann mitunter für Verzögerungen auf Baustellen sorgen…