Wie Phönix aus der Asche? Die "Westhoek" erinnert an den Wiederaufbau nach dem Ersten Weltkrieg

„The legacy of the Great War“ - Das Projekt Phönix

Unter dem Schlagwort „Feniks“ („Phönix“) haben alle sich Städte, Gemeinden und Museen in der „Westhoek“ zusammengetan, um dieses Jahr einer breiten Öffentlichkeit dies außergewöhnliche Geschichte des Wiederaufbaus nach 1914-1918 zu erzählen. Thematische Ausstellungen und öffentliche Veranstaltungen lassen die Geschichte der Wiederauferstehung einer Region erleben, die im Ersten Weltkrieg so schwer getroffen wurde. Wander- und Radwege sollen die Touristen zu den bedeutendsten Wiederaufbau-Standorten des Westhoeks bringen und einige dieser einmaligen Standorte werden zum ersten Mal überhaupt für den Zeitraum dieser Veranstaltungsreihe der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 

Totale Zerstörung von Mensch und Natur

Der Erste Weltkrieg war der erste industriell geführte Krieg der Geschichte. Stahl und Eisen, Bomben und Granaten, Giftgas und Feuer hatten vor über 100 Jahren die idyllische Landschaft der „Westhoek“ in eine desolate Mondlandschaft verwandelt. Dieser Krieg fegte zahlreiche Dörfer und Städte an der Front vollständig von der Karte. Die Felder waren durch die zahlreichen Bomben- und Granateinschläge, durch Minenkrater, Kriegsschrott und Unmengen von nicht explodierter Munition sowie von Schützengräben, Bunkern und Schienen von schmalspurigen Feldeisenbahnen vollkommen entstellt.

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In Flanders Fields Museum, Antony d’Ypres
Ypern

Wiederaufbau

Doch die „Westhoek“ war in den Jahren wie Phönix aus der Asche wieder auferstanden. Als der Krieg zu Ende war, kehrten die ersten Einwohner in ihre Häuser, oder in das, was davon übrig geblieben war, zurück. Die traditionelle flämische Architektur sollte die Spuren des Kriegs auswischen und die Region in ihrer früheren Schönheit wieder herstellen. Mit ersten Kirmessen und Prozessionen begannen die Menschen im äußersten Westen Flanderns ab 1919 ein neues Leben und sie begaben sich an den Wiederaufbau einer neuen Gesellschaft. 

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In Flanders Fields Museum, Antony d’Ypres

Besuchermagnet „Westhoek“

Aus allen Ecken der Welt pilgern seit dem Touristen zu den zahlreichen Kriegsdenkmälern und Militärfriedhöfen, auch um die Gräber ihrer Angehörigen oder Vorfahren zu besuchen, die hier auf den Schlachtfeldern gefallen waren. Ende der 1920er-Jahre war der Wiederaufbau zum größten Teil abgeschlossen. Doch dieser Wiederaufbau bestimmt bis heute das Aussehen der „Westhoek“, woran auch der Zweite Weltkrieg im Wesentlichen nichts mehr änderte.

Das Projekt „Feniks“ beginnt Anfang März und endet Ende November 2020. Die Website www.feinks2020.be wird in den nächsten Monaten mit konkreten Informationen über die verschiedenen Ausstellungen, Strecken und Aktivitäten aufwarten und ständig angepasst, wie der Tourismusverband „de Westhoek“ dazu mitteilt.  

In Flanders Fields Museum, Antony d’Ypres
Ypen heute
birger stichelbaut