Luxemburger und Spanierin, die in Belgien waren, wahrscheinlich mit dem Coronavirus infiziert

Ein etwa vierzigjähriger Luxemburger, der durch unser Land reiste, wurde mit dem neuen Coronavirus infiziert. Das bestätigte ein erster Test. Es handelt sich um einen Mann, der aus Italien kommend über den belgischen Flughafen in Charleroi ins Großherzogtum Luxemburg zurückgekehrt war. Der Flughafen ergreift Maßnahmen und versucht herauszufinden, mit wem er dort Kontakt hatte. Auch eine Spanierin, die erst vor kurzem mehrere Tagen in Belgien unterwegs war, scheint sich nach einem ersten Test infiziert zu haben.

Ein erster Test hatte gezeigt, dass der Luxemburger mit dem neuen Coronavirus infiziert ist. Ein zweiter Test, der in Rotterdam durchgeführt wird, soll nach Angaben der luxemburgischen Behörden Sicherheit geben. Das Ergebnis dieses zweiten Tests soll am heutigen Sonntag bekannt gegeben werden. Der Mann, der sich selbst zur Kontrolle angeboten hatte, wäre vorerst nicht ernsthaft krank, hieß es.

Von Italien über Charleroi nach Luxemburg

Der Luxemburger war nach Italien gereist und über den Flughafen Charleroi nach Luxemburg zurückgekehrt. Der Flughafen ergreift daher zusätzliche Maßnahmen und aktiviert die dritte Phase des so genannten "epidemiologischen Gesundheitsplans".

Es wird jetzt herausgefunden, mit wem der Patient in engem Kontakt stand. Der Flughafen Charleroi ermittelt mit den luxemburgischen Behörden, "die Routen und mögliche Kontakte des betreffenden Reisenden". Der Mann wurde mit seiner Familie in einem Krankenhaus in Luxemburg isoliert, aber seine Familienmitglieder zeigen vorerst keine Symptome. Andere Familienmitglieder wurden vorsichtshalber in Quarantäne gestellt.

Der Flughafen eröffnete auch ein Krisenzentrum, um die Bewegungen der betroffenen Passagiere zu überwachen, "um etwaige infizierte Zonen des Flughafengeländes zu definieren und zu behandeln". Das Personal und die Passagiere am Flughafen werden ebenfalls über die Situation informiert.

Alle Italienreisenden zur Wachsamkeit aufgerufen

Der Mann war aus Italien über unser Land nach Hause zurückgekehrt. Italien ist nach wie vor das Land mit den meisten Infektionen in Europa. Das flämische Gesundheitsamt ruft daher Personen, die nach Italien gereist sind, zu besonderer Wachsamkeit hinsichtlich möglicher Symptome auf.

"Wir bitten alle Personen, die in den nächsten Tagen aus Norditalien zurückkehren werden oder bereits zurückgekehrt sind, und insbesondere diejenigen, die in den Regionen Lombardei, Emilia-Romagna und Venetien waren, in den nächsten 14 Tagen bei Krankheitsbeschwerden wie Fieber, Husten und Grippe besonders wachsam zu sein und sich bei solchen Beschwerden sofort telefonisch an ihren Hausarzt zu wenden", sagt Sprecher Joris Moonens.

Auch eine Spanierin, die in Belgien war, ist infiziert

Auch eine Spanierin aus Pamplona im Norden Spaniens, die erst vor wenigen Tagen in unserem Land unterwegs war, scheint jetzt infiziert zu sein. Auch in ihrem Fall muss ein zweiter Test dies noch endgültig bestätigen. Die Frau soll sich fünf Tage lang in unserem Land aufgehalten haben und am Freitag von Belgien nach Spanien zurückgekehrt sein, wie aus spanischen Medienberichten hervorgeht. Die Frau liegt im Krankenhaus und soll sehr schnell schwer erkrankt sein.

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