Was ändert sich am 1. März? Briefe kommen seltener und Bahnfahrkarten heißen anders

Ein neuer Monat bringt neue Regeln. Wir haben die wichtigsten Veränderungen für den kommenden Monat für Sie zusammengestellt.

1. Nicht dringende Briefe und Werbung landen nur noch zwei Mal pro Woche im Briefkasten

Ab Montag den 2. März wird B-Post, die belgische Post, nur noch zweimal pro Woche Briefe ohne teurere Prior-Briefmarke und Werbeprospekte von Supermärkten zustellen. Das Unternehmen ergreift diese Maßnahme, weil immer weniger Briefe verschickt werden. "Und deshalb müssen wir unsere Arbeitsweise ändern", sagt die Sprecherin Barbara Van Speybroeck. "Deshalb werden wir die nicht dringenden Briefe bündeln und zweimal pro Woche zustellen: am Anfang und gegen Ende der Woche. Trotzdem werden die Postboten jeden Tag ihre Runden drehen, für Zeitungen, Pakete und Briefe mit eine Prior-Briefmarke abliefern. Diese Briefmarke ist fünf Cent teurer und garantiert, dass Ihr Brief am nächsten Werktag zugestellt wird.“

2. Kostenlose öffentliche Verkehrsmittel im Großherzogtum Luxemburg

Am Sonntag, dem 1. März, wird das Großherzogtum Luxemburg das erste Land der Welt sein, das den öffentlichen Verkehr für Reisende völlig kostenfrei macht. Ein Ausweis wird ausreichen, um in einen Bus, eine Straßenbahn oder einen Zug zu gelangen. Auch die Preise für Reisen von Belgien in das Großherzogtum und aus dem Großherzogtum werden günstiger.

Personen, die regelmäßig mit dem Zug aus Belgien über die Grenze fahren, um beispielsweise in Luxemburg zu arbeiten, müssen für ihr Abo weniger bezahlen. Ein Monatsabonnement wird etwa 29 Euro günstiger sein, ein Jahresabonnement 290 Euro, so die belgische Bahn NMBS/SNCB. Sie fügt hinzu, dass auch der Preis für einen Einzelfahrschein nach und aus Luxemburg sinken wird, aber wie groß der Unterschied ist, hängt von der Strecke ab.

Übrigens gibt es einen belgischen Bahnhof, von dem aus Sie ab März kostenlos nach Luxemburg reisen können: den von Athus. Dieser Grenzbahnhof ist sowohl ein belgische als auch ein luxemburgischer Bahnhof.

Mit den kostenlosen öffentlichen Verkehrsmitteln will Luxemburg die Menschen dazu ermutigen, ihr Auto zu Hause zu lassen. Es wird in zusätzliche Park&Ride-Parkplätze im Großherzogtum investiert. Noch dies: Wer in der ersten Klasse im Zug sitzen möchte, muss seinen Sitzplatz wohl noch bezahlen.  

3. Museumspass wird 9 Euro teurer

Weil die Eintrittspreise der Museen steigen, wird auch der Museumspass am 1. März teurer. Um ein Jahr lang in 170 Museen Eintritt zu erhalten, müssen Sie nicht mehr 50, sondern 59 Euro bezahlen.

Als der Museumspass im September 2018 eingeführt wurde, erlaubte er den Besuch von rund hundert Museen. Inzwischen sind es bereits 170, und die Zahl steigt weiter.

Auch die Tatsache, dass die rund 100.000 Passinhaber gerne in Museen gehen, spielte bei der Entscheidung eine Rolle. Fast 500.000 Mal besuchten sie mit ihrem Pass ein Museum. Darüber hinaus gehen viele Passinhaber auch gerne zu Blockbuster-Ausstellungen in etwas teureren Museen.

4. Vergessen Sie B-Tagesausflug und Gopass: Die Bahn ändert die Namen einiger Fahrkarten

Die belgische Bahn NMBS/SNCB wird im März die Namen der meisten ihrer Produkte ändern, um ihr Angebot für den Kunden klarer und transparenter zu gestalten. "Der Kunde muss sofort wissen, welche Art von Produkt er kauft. Wir haben das mit Reisenden getestet", erklärt Bart Crols von der Bahngesellschaft.

Ein paar Beispiele: Das Kombi-Ticket "B-Tagesausflug" (der Preis beinhaltet die Kombination aus Zugfahrkarte und Eintrittskarte zu einer Veranstaltung) heißt jetzt "Discovery Combi". Der Name Diabolo-Zuschlag für eine Zugfahrt zum Brüsseler Flughafen wird in "Supplement Brussels Airport" geändert.

Die typischen Zehnerfahrkarten, auf der der Fahrgast vor Antritt der Fahrt sein Ziel eintragen muss,  erhalten die Grundbezeichnung "Multi" (Hinweis auf Mehrfachfahrten), mit zusätzlicher Klarstellung je nach Zielgruppe: Das 10er-Ticket "Rail Pass" wird damit zum "Standard Multi", während das 10er-Ticket "Go Pass 10" (für Jugendliche unter 26 Jahren) von nun an als "Youth Multi" bezeichnet wird. Im gleichen Zug wird der 10er-Nahverkehrspass "Key Card" von nun an als "Local Multi" heißen. Die Campus-Fahrkarte für Studierende wird in "Student Multi" umbenannt.

Der "Go Pass 1" (Fahrkarte für eine Fahrt für Jugendliche unter 26 Jahren) und "Go Unlimited" (Fahrkarte für die unbegrenzte Nutzung des gesamten Netzes während der Schulferien für Jugendliche unter 26 Jahren) werden in "Youth ticket" bzw. "Youth Holidays" umbenannt.

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