6 neue Coronavirus-Fälle in Belgien gemeldet

Die belgischen Gesundheitsbehörden meldeten am frühen Montagmorgen einen dritten Coronavirus-Fall, diesmal in der Hauptstadt Brüssel. Der Betroffene weise alle Symptome für diese Krankheit auf, doch sein Zustand sei nicht besorgniserregend, sagte Brüssels regionaler Gesundheitsminister Alain Maron (Ecolo) dazu. Im Laufe des Vormittags wurden sechs  weitere Ansteckungen gemeldet - alle bei Personen, die aus Italien zurückgekehrt sind. 

Sechs neue Fälle in Belgien

Belgiens Gesundheitsministerin Maggie De Block (Open VLD) meldete am Montagvormittag, dass sechs weitere Fälle von Coronavirus-Erkrankungen gemeldet werden. Bei allen Betroffenen Handels es sich um Personen, die alle erst kürzlich aus Italien zurückgekehrt seien. Einige von ihnen müssen in Krankenhäusern verbleiben und andere sind zu Hause unter Quarantäne gestellt worden. Dies wurde nach einem Briefing zwischen allen betroffenen Behörden und Ministerien am Montag mitgeteilt.  Damit sind in Belgien derzeit insgesamt 8 Personen mit dem Coronavirus Covid-19 angesteckt. Die hiesigen Gesundheitsbehörden wollen ab sofort jeden Vormittag im 10 Uhr eine Pressekonferenz geben, um die Medien und die Bevölkerung vom aktuellen Stand der Dinge zu unterrichten.

Bei dem Brüsseler Corona-Erkrankten, der bereits vorher gemeldet wurde, handelt es sich um einen Mann, der kürzlich erst aus Mailand zurückgekommen ist. Der Mann wurde untersucht, weile er alle entsprechenden Symptome zeigt, doch sein Zustand ist nicht gefährlich. Er wurde zu einer zweiwöchigen Quarantäne zu Hause verpflichtet. Unterdessen wurden alle seine bekannten Kontakte kontaktiert und untersucht. Seine Test wurden zuerst im Sint-Jans-Krankenhaus und danach um Sibnt-Pieters-Krankenhaus durchgeführt und später vom regionalen Brüsseler Gesundheitsamt bestätigt. 

Verdachtsfall in Ostbelgien

Wie die ostbelgische Tageszeitung Grenzecho meldet, liegt auch im Krankenhaus von Eupen ein Verdachtsfall vor. Der Patient war am Sonntagabend in der Notaufnahme in der dortigen Klinik vorstellig geworden. Er gab an, Kontakt zu einer anderen Person gehabt zu haben, die in Italien gewesen sei, die aber selber nicht erkrankt war. „Die Person zeigte die Symptome einer Grippe mit Husten und Fieber. Eigentlich war es kein verdächtiger Patient. Aber da die Tests auf Influenza A und B negativ ausfielen, haben wir ihn wie einen Corona-Verdachtsfall behandelt. Wir wollten auf Nummer sicher gehen“, so der Chefarzt des Eupener St.Nikolaus Hospitals, Dr. Frédéric Marenne, am Sonntagabend. Marenne erklärte auch, dass der Gesundheitszustand der betroffenen Person sei relativ gut sei. Die entsprechenden Proben seien bereits am Sonntagabend noch Löwen in das zuständige Labor gesandt worden, so das Grenzecho. 

Überzogene Maßnahme?

Der Bürgermeister der Brüsseler Gemeinde Sint-Lambrechts-Woluwé, Olivier Maingain (Défi) hat eine Polizeiverordnung erlassen, nach der allen Personen, die aus einem Risikogebiet für das Coronaviris zurückkehren, für die Dauer von 14 Tagen nach ihrer Rückkehr der Zugang zu öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen in seiner Gemeinde verwehrt wird. Das betrifft z.B. Schulen, das Rathaus, verschiedene Behörden, Kindergärten und Kinderkrippen, Seniorenheime oder auch Sportzentren. Belgiens Gesundheitsministerin Maggie De Block (Open VLD) nannte diese Maßnahme völlig überzogen. 

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