Kampf gegen Sozialdumping: 103 ausländische Lastwagen beschlagnahmt

Die belgischen Behörden haben in den vergangenen Tagen insgesamt 103 Lastwagen mit ausländischen Kennzeichen beschlagnahmt. Dabei ging es um Aktionen gegen Sozialdumping im Transportsektor, wie das Arbeitsauditoriat in Gent mitteilte. Zweimal nahmen die Inspektoren ausländische LKW und deren Fahrer unter die Lupe.

Am Sonntag kontrollierten Mitarbeiter der Kripo der belgischen Bundespolizei, Polizeischüler und Vertreter verschiedener Sozialbehörden auf LKW-Park- und Rastplätzen am Rande der Industriegebiete von Zeebrügge und Pittem in Westflandern 89 Lastwagen mit ausländischem Kennzeichen. Dabei wurden nach Verhören von 87 Truckern aus Polen und aus Rumänien alle unter die Lupe genommenen Fahrzeuge beschlagnahmt.

In der vergangenen Woche fand in Zeebrügge eine ähnliche Kontrollaktion statt, bei der schon 14 Lastwagen an die Kette gelegt werden mussten. Neben Fahrzeugen wurden bei beiden Kontrollen auch diverse Fahrzeug- und Frachtpapiere beschlagnahmt, wie die betroffenen Behörden mitteilten.

In erster Linie wurde dabei ein Transportunternehmen aus Litauen in den Fokus gerückt, das offenbar systematisch vom Standort Zeebrügge aus Fahrten organisiert, bei denen sowohl die Sozialgesetzgebung in Belgien, als auch die in Litauen verletzt wird.

„Derartige Praktiken sorgen gegenüber den Unternehmen, die sich sehr wohl an die Gesetzgebung halten, für unlautere Konkurrenz“, so Filiep De Ketelare, Arbeitsauditor in Gent und Leiter der beiden Aktionen gegenüber der Nachrichtenagentur Belga.