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Radsport: Kasper Asgreen gewinnt Kuurne-Brüssel-Kuurne

Der 25 Jahre alte Däne Kasper Asgreen (Deceuninck-Quick.Step) hat am Sonntag das zweite Rennen des flämischen Radsportfrühjahrs Kuurne-Brüssel-Kuurne gewonnen. Asgren kam vor dem Italiener Giacomo Nizzolo (NTT Pro Cycling Team) und dem Norweger Alexander Kristoff (UAE Team Emirates) über die Ziellinie. Jasper Stuyven, der am Vortag den „Omloop Het Nieuwsblad“ gewonnen hatte, war als Fünfter bester Belgier in diesem Halbklassiker. 

Kuurne-Brüssel-Kuurne zeigte leider keinen wirklich spannenden Radsportwettbewerb für einen der ersten Klassiker, denn in den ersten 150 Kilometern tat sich wenig und das gesamte Peloton schien sich darauf zu beschränken, auf dem neuen Kurs des Rennens gemeinsam Trainingskilometer absolvieren zu wollen. Keiner der Favoriten und Spitzenfahrer „trat wirklich in die Pedale“ Selbst am berühmt-berüchtigten Anstieg „Oude Kwaremont“ kam es zu keiner Spannung oder zu einem Ausbruch. 

30 Kilometer vor dem Ziel setzte Kasper Asgreen zum Solo an und zwang die Konkurrenz in die Defensive. Indessen ließen sich einige Ausreißer, darunter Boris Vallée, wieder einholen. Asgreen und Vallée versuchten es zunächst alleine, doch inzwischen reagierte auch die Konkurrenz.

9 Kilometer vor dem Ziel des 201 Kilometer langen Rennes setzte sich Asgreen schließlich ab und seine Verfolger, bzw. die mit ihm übrig gebliebenen Verfolger der anderen Spitzenteams Nizzolo und Kristoff, kamen nicht mehr heran. Mit knapp zwei Sekunden Vorsprung kam der Däne über die Ziellinie. Asgreen sagte nach dem Rennen: „Ich wusste erst 300 Meter vor dem Ziel, dass es zum Sieg reichen würde.“ 

Wieder ein Ausraster von Gianni Moscon

Für einen unschönen Zwischenfall sorgte einmal mehr der Italiener Gianni Moscon (Ineos). Er hatte nach einem Massensturz nach 65 Kilometer ein Rad auf den Belgier Jens Debusschere geworfen (Foto unten) und wurde daraufhin von der Rennjury disqualifiziert. Moscon gilt als das „Enfant Terrible“ des Pelotons.

Vor zwei Jahren war er wegen eines Faustschlags auf seinen Konkurrenten, den Franzosen Elie Gesbert, von der Tour de France ausgeschlossen worden. Zudem zeigte der Schweizer Sebastien Reichenbach im Jahr 2017 an, Moscon habe seinen dunkelhäutigen Teamkollegen Kevin Reza rassistisch beleidigt. Moscons Team Sky (heute Ineos) suspendierte ihn daraufhin für sechs Wochen. Die Frage ist jetzt, wie lange die Mannschaft an dem hitzköpfigen Italiener noch festhalten wird. Die hier genannten Fälle sind nicht die einzigen unsportlichen Zwischenfälle von Moscon.