Brüssels Hotelsektor befürchtet Einbußen durch das Coronavirus

Der Brüsseler Hotelverband wird bei der Regierung um finanzielle Unterstützung bitten, denn es besteht die Befürchtung, dass der Sektor durch die weltweite Covid-19-Epidemie Verluste hinnehmen muss. Schon jetzt sinken die Buchungsanfragen rasch, heißt es dazu und viele Übernachtungen würden auch bereits annulliert. 

Bei den stornierten Hotelreservierungen und bei der sinkenden Nachfrage für Übernachtungen in der belgischen Hauptstadt Brüssel handelt es sich nach Aussagen des Sektors in erster Linie um abgesagte Geschäftsreisen, was unmittelbar mit dem Coronavirus zu tun hat. Urlauber würden ihre Reise hingegen in den meisten Fällen antreten. Doch der Brüsseler Hotelsektor, vor allem die zahlreichen Hotels im Zentrum, hängen zu bis zu 60 % von Geschäftsreisen ab.

Schon jetzt, so Yves Fonck, der Vorsitzende des Brüsseler Hotelverbandes, „sorgen die Annullierungen für einen finanziellen Schaden von rund 10 Mio. Euro. Aber das ist wohl nur die Spitze des Eisbergs. Etwa 50 % aller Reservierungen wird erst rund 10 Tage vor den effektiven Übernachtungen abgesagt.“ Wenn sich diese Tendenz fortsetzt, so Fonck besorgt, „dann sprechen wir von ganz anderen Zahlen.“

Schon jetzt bittet der Brüsseler Hotelsektor um Unterstützung von Seiten der Brüsseler Regionalregierung und der belgischen Bundesregierung: „Diese Hilfe kam auch nach dem Anschlägen auf Brüssel und wir hoffen, dass wir sie auch jetzt wieder bekommen.“ 

Meist gelesen auf VRT Nachrichten