Keine streikenden Flughafenpolizisten mehr? Innenminister einigt sich mit den Gewerkschaften

Vorläufig dürfte es keinen Bummelstreik der Flughafenpolizisten am Brussels Airport mehr geben, denn die Polizeigewerkschaft einigte sich mit Belgiens geschäftsführendem Innenminister Pieter De Crem (CD&V) auf den Einsatz von deutlich mehr Beamten. Schon ab diesem Dienstag wird der Dienst durch 55 zusätzliche Polizisten verstärkt und es sollen zusätzlich noch weitere Mitarbeiter hinzukommen.

Während den belgischen Krokusferien in der vergangenen Woche sorgten die Flughafenpolizisten am Brussels Airport in Zaventem zeitweise mit ihrem Dienst nach Vorschrift für stundenlanges Warten bei der Passkontrolle. Die Beamten protestierten damit gegen einen seit Jahren monierten Personalmangel und zwangen die Regierung damit endgültig zu einer konstruktiven Reaktion. Seit der vergangenen Woche verhandelte das belgische Innenministerium mit den Polizeigewerkschaften, um eine dauerhafte Lösung für das akute Problem zu finden.

Belgiens geschäftsführender Innenminister Pieter De Crem von den flämischen Christdemokraten CD&V hatte das Dossier letzte Woche persönlich behandelt und gab am Dienstagmorgen im Rahmen einer weiteren Gesprächsrunde mit den Gewerkschaften zu verstehen, dass ab sofort 55 zusätzliche Polizeibeamten am Brüsseler Nationalflughafen eingesetzt werden. Daraufhin gaben die Gewerkschaften ihrerseits bekannt, dass sie erst einmal auf weitere Protestaktionen verzichten. Der Vorschlag des Ministers und die entsprechende Einigung mit den Gewerkschaften wurden umgehend der Brussels Airport Company (BAC) übermittelt.

Nach Plänen des Innenministers soll die Polizei in Belgien in allen Bereichen ab dem kommenden Jahr nach und nach um 600 Beamte aufgestockt werden. Davon werden 400 der belgischen Bundespolizei zugeordnet, 100 weitere der Flughafenpolizei und die restlichen 100 lokalen Polizeizonen oder anderen Bereichen der Kripo oder z.B. auch der Soko Kunst und Antiquitäten, denn gerade dieser Abteilung wird gerade „neues Leben eingehaucht“. 

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