"Zwischen Himmel und Erde" - Wunderare Bouts-Ausstellung in der Sint-Pieters-Kirche in Löwen

Mit der Ausstellung „Zwischen Himmel und Erde - Erleben Sie das Letzte Abendmahl von Bouts“ lädt die flämisch-brabantische Stadt Löwen zu einer ganz besonderen Ausstellung in der gerade zu Ende restaurierten Sint-Pieters-Kirche ein. Diese Ausstellung geht vom Werk des flämischen Malers Dieric Bouts aus und bringt dieses auf eine moderne und innovative Art und Weise in einen heutigen Kontext.

Die Sint-Pieters-Kirche in Löwen geht auf den Zeitraum 1400 bis 1420 zurück, doch so genau lässt sich der Baubeginn dieser gotischen Kirche nicht zurückverfolgen. Fest steht, dass daran die Architekten Sulpitius van Vorst, der auch das Rathaus von Löwen entwarf, und Jan II Keldermans, der wiederum den Rombouts-Turm von Mechelen zeichnete, gearbeitet haben, beides Meister der der Brabanter Gotik.

Dieses älteste Gotteshaus der Stadt Löwen prägt deren Geschichte, auch wenn das Gebäude mit seinen drei nicht besonders hohen Türmen die Skyline von Löwen nicht wirklich unterstreicht. Die letzte und jetzt abgeschlossene Restaurierungsphase dauerte etwa 35 Jahre und passend zur Eröffnung der Ausstellung „Zwischen Himmel und Erde - Erleben Sie das Letzte Abendmahl von Bouts“ ist die Sint-Pieters-Kirche endlich wieder ohne Baugerüste zu erleben.

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„Das letzte Abendmahl“, Dieric Bouts © www.lukasweb.be
©2020 D.Provost

Diese Ausstellung beschäftigt sich mit dem Werk des flämischen Malers Dieric Bouts  (*1410–1420 in Haarlem; † 6. Mai 1475 in Löwen) und bringt einige weitere Gemälde aus dessen Zeit nach Löwen. Kurator dieser Ausstellung ist das Museum „M Leuven“, dem es gelang, wichtige Werke in die Sint-Pieters-Kirche zu bringen. Dessen hier gezeigte Schlüsselwerke sind „Das letzte Abendmahl“ und „Das Martyrium des Heiligen Erasmus“. Bouts war übrigens der erste Maler, der Jesus Christus im Kreise seiner Apostel malte, rund 50 Jahre vor Leonardo Da Vinci!

Die Stadt Löwen will sich über das Werk des Flämischen Meisters Dieric Bouts profilieren, wie Bürgermeister Mohamed Ridouani (SP.A) bei der Eröffnung der Ausstellung unterstrich: „Dieric Bouts bedeutet für Löwen, was Jan Van Eyck für Gent bedeutet. Bouts ist einer der wichtigsten flämischen Meister der Renaissance und er hat Löwen einen Platz auf der Landkarte gebracht. Wir möchten uns denn auch weltweit als ‚die Stadt von Bouts‘ präsentieren. Diese neue Ausstellung ist etwas, worauf die Löwener echt stolz sein können: Wir zeigen einige Spitzenwerke von Weltformat aus der eigenen Stadt und dies auf eine innovative und interaktive Art und Weise.“

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„Das Martyrium des Heiligen Erasmus“, Dieric Bouts © www.lukasweb.be
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„Zwischen Himmel und Erde - Erleben Sie das Letzte Abendmahl von Bouts“ gehört zum Projekt rund um die flämischen Meister des Landesverbandes für Tourismus Toerisme Vlaanderen bzw. zu VisitFlanders. Dieses touristische und kulturelle Langzeitprojekt soll die flämischen Meister international in den Fokus bringen bzw. im Fokus des internationalen Interesse behalten. Die flämische Landesregierung investierte rund eine halbe Million Euro in das Löwener Projekt rund um Dieric Bouts.

Das Museum „M Leuven“ erarbeitete dazu eine digitale Erlebniswelt, die die Besucher in die insgesamt 12 in der Sint-Pieters-Kirche zu sehenden Werke eintauchen lässt. Die Werke sind genauso wie die Kirche selbst frei zugänglich und nach der Restaurierung des Gotteshauses mit einem neuen Licht besser ausgeleuchtet. Zudem finden die Besucher in der Kirche Informationen zum Gesehenen in den Sprachen Niederländisch, Französisch, Deutsch, Englisch und Spanisch.

„Zwischen Himmel und Erde - Erleben Sie das Letzte Abendmahl von Bouts“ wird den Bürgern von Löwen am Wochenende des 7. und 8. März präsentiert, denn dann wird diese Ausstellung feierlich für die Öffentlichkeit eröffnet. Mehr Informationen bietet die Webseite www.diericbouts.be

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