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10 neue Fälle: Bereits 23 Corona-Infizierte in Belgien

Offiziellen Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums in Belgien zufolge wurden seit Dienstag 10 weitere Covid-19-Infizierte in unserem Land registriert. Damit steigt die Zahl auf insgesamt 23 Coronavirus-Patienten. Das Referenzlabor der Universität Löwen führte am Dienstag 495 Tests durch und 10 davon vielen positiv aus.

Neun der 10 neuen Patienten haben sich im Laufe ihres Urlaubs in Nord-Italien angesteckt und entwickelten eine Infektion an den oberen Atemwegen. Sie weisen nur milde und grippeähnliche Symptome auf und verbleiben zu Hause in Isolierung. Der 10. neue Fall betrifft einen 65 Jahre alten Mann aus der Grenzregion zu Deutschland in der Nähe von Eupen in Ostbelgien. Dieser Patient wurde am Dienstag vom Eupener Sankt-Niklaus-Hospital aus in die Brüsseler Referenzklinik Sint-Pieters verlegt. Er leidet derzeit an einer schwereren Lungenentzündung. Dieser Patient könnte der erste in Belgien sein, der sich im eigenen Land infiziert hat.

Damit steigt die Zahl der Covid-19-Infizierten in unserem Land auf insgesamt 23 Patienten. Am Dienstag war die Rede von 13 Patienten in Belgien, doch im Laufe des Tages kamen mindestens zwei Fälle hinzu, die in den offiziellen Statistiken noch nicht berücksichtigt waren, was für Verwirrung sorgte. 22 der 23 betroffenen Patienten steckten sich also in Nord-Italien an. Die belgischen Gesundheitsbehörden raten Landsleuten, die aus der Krisenregion in Nord-Italien heimkehren dazu, mindestens 14 Tage lang auf mögliche Krankheitssymptome zu achten.

Inzwischen sucht Bundesgesundheitsministerin Maggie De Block (Open VLD) nach Textilunternehmen in Belgien, die Mundschutzmasken für Ärzte und für das Pflegepersonal in Krankenhäusern, Pflegeheimen jeglicher Art oder Arztpraxen herstellen können. Die Lieferungen solcher Masken aus China ist komplett weggebrochen und das hiesige Gesundheitswesen verfügt nur noch über knappe Reserven. „Eventuell müssen Textilunternehmen zeitweise auf die Produktion von Mundschutzmasken umstellen. So könnten wir uns einen eigenen Vorrat anlegen. Diese Masken müssen natürlich technisch und hygienisch den Vorschriften entsprechen“, so De Block.