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Tausende Arbeitnehmer aus dem gemeinnützigen Sektor demonstrieren in Brüssel gegen Einsparungen der flämischen Regierung

Die Gewerkschaften hatten 5.000 bis 7.000 Teilnehmer erwartet, aber diese Zahl wird wahrscheinlich weit überschritten. Der Bahnhof und der Platz vor dem Bahnhof waren am Donnerstagmorgen komplett in Gewerkschaftsfarben getaucht.

 

Die Demonstration begann am Brüsseler Hauptbahnhof und führte zum Kabinett des flämischen Sozialministers Wouter Beke (CD&V). Auf dem Weg dorthin kamen die Demonstranten auch am Kabinett des flämischen Ministerpräsidenten Jan Jambon (N-VA) vorbei. Bei der Ankunft im Kabinett Beke, die nach Angaben der Gewerkschafter zwischen 11.45 und 12.00 Uhr stattfindet, soll eine Delegation von Demonstranten im Kabinett empfangen werden.

 

Die Demonstranten haben Transparente dabei mit Wortspielen zu Minister Beke und den Einsparungen im Gesundheitssektor.

 

Die Gewerkschaften hoffen, dass bei den angekündigten Einsparungen im Pflegesektor zurückgerudert werde. "Die Qualität droht zu sinken und der Arbeitsdruck steigt. Der Sektor ist seit Jahren Opfer des Sparens", sagt Johan Van Eeghem von der sozialistischen Gewerkschaft BBTK. "Sogar die Arbeitgeber schlagen Alarm. Die Menschen müssen erkennen, dass das Geld nicht aus ist, sondern dass es sich um politische Entscheidungen handelt".