Yunchul Kim "Cascade"
Rob Battersby

Digitales Kulturzentrum iMAL organisiert eine Ausstellung gemeinsam mit dem CERN

iMAL, dass Zentrum für digitale Kulturen und Technologie im Brüsseler Stadtteil Molenbeek, wartet nach einigen Monaten Renovierung der Räumlichkeiten mit einer spannenden Ausstellung auf. Für „Quantum: in Search of the Invisible“ arbeitete das iMAL mit dem Forschungszentrum CERN in Genf zusammen. 

Hinter dem Ausstellungstitel „Quantum: in Search of the Invisible“ verbirgt sich ein internationales Projekt, bei dem Werke aus dem Dialog zwischen Künstlern und Wissenschaften entstanden sind. Kurz gesagt, hier wird die Quantenphysik aus künstlerischem Winkel erforscht. Spannend dabei ist, dass an dieser Ausstellung tatsächlich Wissenschaftler des Forschungszentrums CERN in Genf in der Schweiz beteiligt waren. Dieses Zentrum ist unter anderem wegen seinem riesigen Teilchenbeschleuniger und seiner Fundamentalwissenschaft rund um die Elementarteilchen weltbekannt.

Die Ausstellung im frisch renovierten iMAL in Molenbeek zeigt 10 Werke von international renommierten Künstlern, die sich mit der Forschung rund um die Grenzen des Vorstellbaren und der Wirklichkeit befasst haben und die diese in Frage stellten. Was wissen wir eigentlich von der Welt rund um uns herum? Wie können wir die dazugehörenden Aspekte aus einer anderen, einer künstlerischen Perspektive begreifen? „Quantum: in Search of the Invisible“ ist von den Begegnungen der Künstler mit den CERN-Wissenschaftlern inspiriert. Aus diesen Gesprächen heraus entstanden Kunstwerke, in denen diese Wissenschaft aus dem Blickwinkel der Kunstschaffenden interpretiert werden.

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Suzanne Treister, "THUTOAH"
Rob Battersby

Für die Genfer Forschungseinrichtung ist der Dialog mit Kunst und Kultur aber nicht neu, denn innerhalb des eigenen Kontextes entstand dort ein Programm unter dem Titel „Arts@CERN“, in dessen Rahmen Künstler Seite an Seite mit Wissenschaftlern und Ingenieuren arbeiten. Aus den entsprechenden Begegnungen, bei denen oftmals grundverschiedene Ansichten auf konstruktive Art und Weise aufeinanderprallen, entsteht eine spannende Kreativität, die alle Beteiligten auf eine eigentümliche Art bereichert und wiederum beide Seiten bereichert. Dass diese spannende Vorgehensweise unglaublich schöne und ästhetische Kunstwerke hervorbringt, beweist „Quantum: in Search of the Invisible“ im iMAL in Molenbeek ganz deutlich. Das Ganze ist so spannend, dass man weder ein besonderes Kunstverständnis mitbringen muss, noch eine wissenschaftliche Ausbildung braucht, um hier fasziniert zu sein.

An diesem Projekt sind viele Hände beteiligt, z.B. die folgenden Künstler: Julieta Aranda, Diann Bauer, James Bridle, Juan Cortés, hrm199, Yunchul Kim, Lea Porsager, Suzanne Treister, Semiconductor und Yu-Chen Wang. Kuratoren sind Monica Bello, Head of Arts@CERN, und José-Carlos Mariàtegui vom Kulturzentrum CCCB in Barcelona. Dieses Zentrum gehört gemeinsam mit dem iMAL, dem FACT in Liverpool und mit Le Lieu Unique in Nantes zu den Co-Produzenten von „Quantum: in Search of the Invisible“.

Die Ausstellung ist ab sofort und noch bis zum 31. Mai 2020 im iMAL, Koolmijnenkaai 30, in 1080 Molenbeek/Brüssel zu sehen. Info: www.iMAL.org oder www.beculture.be . In Barcelona und Liverpool konnten die Ausstellungsmacher bereits rund 80.000 Besucher begrüßen. Ab Juni 2020 ist dieses Projekt auch im französischen Nantes zu erleben. 

CERN

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