Coronavirus: Mitarbeiter von MIVB und Brüssel Mobilität in Quarantäne

Nach Krankheitsfällen bei der NATO, BNP Paribas Fortis und dem Sint-Jan Berchmanscollege sind nun auch die Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft MIVB und das Brüsseler Verkehrsamt Brussel Mobiliteit betroffen. Beide Brüsseler Organisationen vermelden einen Mitarbeiter, der zu Hause bleiben muss, weil er oder sie positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

Bei der MIVB handelt es sich um einen Mitarbeiter, der normalerweise weder mit der Öffentlichkeit noch mit anderem Personal in den öffentlichen Verkehrsmitteln in Kontakt kommt. Die Gefahr, dass diese Person Fahrgäste in der U-Bahn oder Straßenbahn angesteckt hat, wird daher ausgeschlossen. Auch im Fall von Brussel Mobiliteit hat die betreffende Person nicht viel Kontakt zu anderen Personen gehabt. Wie bei der MIVB/STIB befindet sich die Person in Quarantäne und es geht ihr den Umständen entsprechend gut. Es ist derzeit nicht bekannt, ob beide Unternehmen zusätzliche Maßnahmen ergreifen werden, schreibt BRUZZ.

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Brüssel steigt stetig an. Nach den neuesten Zahlen gibt es in dieser Stadt insgesamt 32 Infektionen. In den vergangenen Wochen sind neben der NATO, BNP Paribas Fortis und dem Sint-Jan Berchmanscollege unter anderem auch die Bundespolizei, die Partei PS und die Europaschule Brüssel III in Elsene betroffen.

"Mehrere Patienten in Belgien sind in einem besorgniserregenden Zustand"

Die Sprecherin des  Gesundheitsministeriums, Vinciane Charlier, hat der Zeitung La Libre Belgique unterdessen mitgeteilt, dass mehrere Patienten, die auf mehrere Krankenhäuser in Belgien verteilt sind, darunter die Cliniques de l'Europe in Brüssel, in einem besorgniserregenden Zustand seien. „Es handelt sich hauptsächlich um ältere Patienten, die alle eine unterschiedliche Gesundheitsgeschichte und Probleme haben. Einige von ihnen sind gerade erst aus den Risikogebieten zurückgekehrt, andere sind mit infizierten Menschen zu Hause in Kontakt gekommen.“

Neue Maßnahmen könnten diesen Dienstag in Belgien nach dem Ministerrat getroffen werden.