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Kirchenrat in Gemeinde in Flämisch-Brabant setzt mit leeren Weihwasserbecken auf Sicherheit

In einer kleinen Kirche in Essene in der Provinz Flämisch-Brabant sind in diesen Tagen die Weihwasserbecken leer. Der Kirchenrat der dortigen Kirche Onze-Lieve-Vrouw-Bezoeking hat aus Sicherheitsgründen im Hinblick auf das Coronavirus beschlossen, den Gläubigen vorerst Weihwasser vorzuenthalten. 

Nach dem die belgische Bischofsversammlung den hiesigen Kirchgängern bereits empfohlen hatte, beim Gebrauch von Weihwasser Vorsicht walten zu lassen, geht man im Kirchenrat von Essene einen Schritt weiter und leerte unlängst die Weihwasserbecken.

Statt Weihwasser finden die Kirchenbesucher jetzt Zettel in den Becken mit der Aufschrift „Corona“. Damit will man hier einer Verbreitung des Covid-19-Virus entgegenwirken, wie Ian Panné, der Vorsitzende des Kirchenrates gegenüber dem VRT Sender Radio 2 sagte: „Es ist eine Vorsorgemaßnahme, denn Weihwasser wird normalerweise Salz beigefügt, was ja schon desinfizierend wirkt. Wir wollen nichts dem Zufall überlassen.

Die belgische Bischofsversammlung hatte neben dem Rat zur Vorsicht mit Weihwasser in Sachen Coronavirus auch andere Maßnahmen erlassen. So dürfen Hostien bei Messen nur noch in die Hand gegeben und nicht mehr auf die Zunge gelegt werden, wie dies in konservativen katholischen Gegenden in Flandern auch lokal heute noch der Fall ist.