Vias Institute: "Noch nie so viele Radfahrer im Straßenverkehr ums Leben gekommen, wie 2019"

Nach einer Periode von sinkenden Zahlen während den drei vorangegangenen Jahren zeigt die aktuelle Statistik des Vias Institute, das belgische Zentrum für Verkehrssicherheit, wieder mehr Verkehrstote auf unseren Straßen. Die Unfallzahlen an sich, sinken allerdings weiter. In der Statistik fällt besonders auf, dass die Zahl der im Verkehr umgekommenen Radfahrer noch nie so hoch war, wie im vergangenen Jahr. 

2019 starben in Belgien 620 Personen bei Verkehrsunfällen. Das entspricht einem Anstieg um 36 Opfer bzw. um 6 % gegenüber 2020. Die Zahl der bei Unfällen ums Leben gekommenen Radfahrer stieg im gleichen Zeitraum von 84 Toten 2018 auf 91 Tote 2019. Das ist die höchste je gemessene Zahl an im Straßenverkehr ums Leben gekommenen Radfahrern.

Die Zahlen fallen allerdings regional deutlich unterschiedlich aus: In der Wallonie stieg diese Zahl von 7 auf jetzt 21 getötete Radfahrer, was einer glatten Verdreifachung entspricht. In Flandern sank diese Zahl von 75 auf 68 Fälle. Hier geht die Statistik nach unten, doch die Provinz Antwerpen sticht hier negativ hervor. Hier verloren letztes Jahr 24 Radfahrer ihr Leben bei Unfällen. 2018 waren dies „nur“ 11 tödliche Unfälle…

Auch die Gesamtzahlen fallen unterschiedlich aus. In Wallonien kamen 2018 266 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben. 2019 stieg die Zahl dort auf 297 Verkehrstote. In Flandern stieg die Zahl um 7 % von 297 in 2018 auf jetzt 304 Verkehrstote. In der Region Brüssel-Hauptstadt hingegen sank diese Zahl auf Jahresbasis leicht von 21 auf jetzt 19 Todesopfer.

Bei Vias ist man bitter enttäuscht über diese negative Statistik: „Nach drei aufeinanderfolgenden Jahren, in denen die Zahl der Verkehrstoten auf unseren Straßen sinken konnte, steigt sie jetzt wieder. In den vergangenen 10 Jahren ist dies das dritte Mal, dass wir einen Anstieg registrieren. Unser Ziel, bis 2020 maximal 420 Verkehrstote in einen Jahr au sehen, ist jetzt total unmöglich noch zu erreichen.“