Coronavirus: Lufthansa diskutiert mit belgischer Regierung über staatliche Beihilfen

Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa, zu der Brussels Airlines gehört, berät sich mit verschiedenen Regierungen in Europa über staatliche Beihilfen zur Bewältigung der Coronavirus-Krise. Auch die belgische Regierung ist nach Angaben eines Sprechers der Gruppe an den Gesprächen beteiligt.

"Wir diskutieren mit den Regierungen unserer Heimatmärkte über staatliche Beihilfen", sagte der Sprecher. Wir reden von der deutschen Regierung, aber auch von denen in Belgien, Österreich und der Schweiz, wo die Gruppe respektive mit Brussels Airlines, Austrian und Swiss operiert.

"Vor dem Hintergrund dieser bisher nicht gekannten Herausforderung haben wir uns entschlossen, mit den Regierungen unserer Heimatländer nicht nur über eine Entlastung, sondern auch über eine aktive Unterstützung zu sprechen, wenn diese notwendig wird", sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr in einer Videobotschaft an die Mitarbeiter.

Eine anonyme Quelle berichtete der Agentur Bloomberg, dass die Lufthansa wahrscheinlich ein Darlehen von der Regierung (über die deutsche Entwicklungsbank) beantragen werde, und dass es sogar möglich sei, dass die deutsche Regierung im Rahmen eines Rettungsplans ein Beteiligungskapital an der Gruppe erwerben würde.

Die Luftfahrtgruppe hatte vor einigen Tagen angekündigt, dass sie 23.000 Flüge vom 29. März bis zum 24. April wegen des Coronavirus streichen werde. Brussels Airlines storniert 35 Prozent des Flugplans für den Rest des März und 45 Prozent im April.

Unterdessen hat die Europäische Kommission bestätigt, dass sie bei der Genehmigung staatlicher Beihilfen im Zusammenhang mit dem Coronavirus "maximale Flexibilität" walten lassen würde. Beispielsweise könnten die Regierungen Kompensationen für Sektoren wie Luftfahrt und Tourismus bereitstellen.

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