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Die Mitfasten-Kirmes von Gent wird wieder abgebaut: "Die fand sogar während der Kriege statt!"

Inzwischen wird die Mitfasten-Kirmes am Sint-Pietersplein in Gent, die eigentlich am Samstag eröffnet werden sollte, abgebaut. Durch die strengen Auflagen der Regierung in Sachen Coronavirus darf auch dieses Traditionsevent nicht stattfinden. Zum ersten Mal in über 500 Jahren findet sie Kirmes nicht statt, denn Covid-19 macht ihr einen Strich durch die Rechnung. Das haben bisher noch nicht einmal die beiden Weltkriege im letzten Jahrhundert geschafft, so die Kirmesleute…

Seit einigen Tagen bauten rund 100 Schausteller am Sint-Pietersplein an ihrer Mitfasten-Kirmes, damit diese am Samstag feierlich eröffnet werden konnte. Doch seit diesem Freitagmorgen wird alles wieder abmontiert, denn durch den Katastrophenplan der belgischen Bundesregierung zur Bekämpfung des Coronavirus darf die Kirmes nicht stattfinden. Die 523. Genter Mitfasten-Kirmes muss abgeblasen werden.

Traurig findet das Guido Herman, der Vorsitzende des flämischen Schaustellerverbandes: „Sogar während den beiden Weltkriegen war hier Kirmes. Zwar in einer anderen Form, aber doch. Das hier haben wir noch nie erlebt.“

Eigentlich sollte diese Kirmes bis zum 5. April stattfinden und viele hegten die Hoffnung, dass zumindest in der letzten Woche Rummel veranstaltet werden könne, doch da die Regierungsmaßnahmen bis zunächst am 3. April dauern, bleibt dieser Wunsch nur ein Traum. Und danach nachholen geht auch nicht: „Dann werden die meisten von uns in Kortrijk erwartet. Wenn diese Kirmes denn überhaupt stattfinden kann. Wir haben mal mit dem Abbau begonnen. Dieser Freitag, der 13., wird wohl in unseren Erinnerungen als ein besonders schwarzer Tag eingehen…“ 

Guido Herman: "Dieser Freitag, der 13., wird wohl in unseren Erinnerungen als ein besonders schwarzer Tag eingehen…“
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