Jonas Roosens

Die Spenderzentren des flämischen Roten Kreuzes bleiben geöffnet: "Bitte Blut spenden!"

Das Rote Kreuz im belgischen Bundesland Flandern ruft dazu auf, weiter Blut zu spenden, um den Vorrat an Blutreserven aufrecht erhalten zu können. In den vergangenen Tagen kamen immer weniger Spender in die Zentren des Roten Kreuzes - wohl aus Angst vor einer Infektion mit dem Coronavirus oder aus Vorsicht, um keine anderen Menschen anzustecken. 

Das Rote Kreuz Flandern unterstreicht, dass die Blutspende-Zentren sichere Orte sind und bedauert, dass am Donnerstag einige lokale Spende-Termine aus Mangel an Spendern abgesagt werden mussten. Landesweit blieb etwa jeder fünfte potentielle Spender zu Hause, darunter auch Spender, die regelmäßig hierherkommen. Das entspricht rund 500 Spendern an nur einem Tag…

Ine Tassignion, die Sprecherin des Roten Kreuzes, sagte gegenüber VRT NWS: „Unsere Spendenzentren sind sehr sicher Orte und unsere mobilen Blutspendeaktionen finden in sicheren Räumen statt. Wir machen kontrollierte Sitzungen, bei denen alle Hand- und Husten-Hygiene garantieren können. Auch die Abstandsregelung von einem Meter zwischen den verschiedenen Leuten wird strikt eingehalten. Nach jedem Kontakt mit einem Spender desinfizieren sich unsere Mitarbeiter die Hände. Und, das Coronavirus wird nicht über Blut übertragen!“

Das Coronavirus wird nicht über Blut übertragen!“

Ine Tassignion, die Sprecherin des Roten Kreuzes in Flandern

Das Rote Kreuz ruft die lokalen Sektionen dazu auf, geplante Blutspenden z.B. in Pfarrsälen oder Jugendheimen nicht abzusagen, doch offensichtlich wurde inzwischen rund die Hälfte dieser geplanten Aktionen annulliert. Das Rote Kreuz versucht jetzt, Alternativen zu finden.

Derweil machen sich die Verantwortlichen Sorgen über eine mögliche Knappheit bei den Blutreserven in den Krankenhäusern, wenn die Spender weiter massiv zu Hause bleiben. Bei den meisten Blutgruppen liegt noch ein Vorrat an Blutkonserven für 3 Tage vor, während die Norm eigentlich bei 5 Tagen liegt.

„Es ist derzeit noch keine Rede von einem Mangel an Blutkonserven, doch wir wollen den Vorrat sichern, damit in den kommenden Tagen kein Mangel entsteht“, so Ine Tassignon. Wer sich fit und gesund fühlt, so der Aufruf an die Spender, soll sich doch bitte zum geplanten Termin bei seinem Spendenzentrum melden oder auf seine Teilnahme an einer Spendenaktion einer mobilen Einrichtung bitte nicht verzichten.

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