Seit Donnerstag kaufen die Belgier vermehrt Grundnahrungsmittel und andere Produkte

Der Absatz von Trockennahrungsmitteln lag nach Angaben des belgischen Einzelhandelsverbandes Comeos doppelt so hoch, wie an anderen Tagen. Doch schon seit rund zwei Wochen lasse sich ein gestiegener Bedarf an Reis, Nudeln, Kaffee und Zucker um bis zu 40 % feststellen, hieß es weiter dazu. Regierung und Behörden rufen weiterhin dazu auf, auf Hamsterkäufe zu verzichten, denn sie sind sinnlos und entbehren jeder Grundlage.

Im gesamten Einzelhandel stiegen die Umsätze im Lebensmittelhandel in den letzten beiden Wochen um rund 25 % an, doch auch hier ließ sich am Donnerstag ein rascher Anstieg um 50 % feststellen, so Comeos. Trotz des großen Zulaufs in Warenhäusern und Lebensmittelgeschäften oder auf den Wochenmärkten liege kein Vorrats- oder Versorgungsproblem vor, sagte Comeos-CEO Dominique Michel dazu.

Seien leere Regale zu sehen, liege das daran, dass das Personal der Märkte nicht so schnell nachräumen könne, wie verkauft werde. Und nicht zuletzt fehle es an rasch verfügbaren Lastwagen, um Märkte und Geschäfte in so rascher Folge mit Nachschub zu versorgen.

Obschon Regierung und Behörden von Hamsterkäufen abraten, weil diese sinnlos seien, glauben die Menschen überall, man müsse sich jetzt auf Dauer Grundversorgen. Am Freitag, also am Tag nach der Verkündung des Coronavirus-Katastrophenplans der belgischen Regierung und des Nationalen Sicherheitsrates steigen die Absätze wohl noch schneller und höher…

Um jegliche Versorgung jederzeit zu gewährleisten, erlaubt es die Regierung in Brüssel allen Bäckereien und Metzgereien auch am Wochenende, sprich auch am Sonntag zu öffnen. Dies wurde am Freitag mit den Dachverbänden der Metzger und Bäcker in Bund und Ländern in Belgien vereinbart. 

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