Rund 1.700 belgische Unternehmen nutzen im Zuge von Covid-19 das Kurzarbeits-System

Im Rahmen des staatlichen Katastrophen- und Notfallplans zum Coronavirus können die Arbeitnehmer in Belgien von Erleichterungen zum Abfedern der wirtschaftlichen Auswirkungen profitieren. Eine Möglichkeit, von der seit Freitag schon reger Gebrauch gemacht wird, ist die Kurzarbeit. Etwa 1.700 Betriebe haben bis Samstagmorgen bei den Behörden Kurzarbeit für rund 31.000 Beschäftigte beantragt, wie Bundesarbeitsministerin Nathalie Muylle (CD&V - Foto) gegenüber VRT NWS erklärte.

Kurzarbeit, in Belgien auch als „technische Arbeitslosigkeit“ bekannt, ist ein Instrument, mit dem Unternehmen aufgrund von zu wenig Arbeit oder Aufträgen für ihre Beschäftigten Arbeitslosengeld beantragen können, ohne diese zu entlassen. Dieses Mittel kann, wie jetzt in Zeiten von Covid-19, auch bei „höherer Gewalt“ zum Tragen kommen.

„Da die Trennlinie zwischen ‚höherer Gewalt‘ und wirtschaftlichen Gründen gerade nicht genau zu definieren ist, haben wir beschlossen, beide Möglichkeiten flexibler anzuwenden“, sagte Arbeitsministerin Muylle dazu im VRT-Wirtschaftsprogramm „De markten“ („Die Märkte“). Dies ist sowohl für die Behörden, sprich für die Arbeitsämter und die Sozialbehörden, als auch für die Antragsteller einfacher: „Damit bekommen alle Kurzarbeiter 70 % ihres normalen Lohns bis zu maximal 2.700 €.“