BELGA

197 neue Covid-19-Fälle in Belgien lassen die Gesamtzahl auf 886 Patienten steigen

Das belgische Gesundheitsministerium meldete am Sonntagmittag im Rahmen des täglichen Pressebriefings 197 neue Infizierungen mit dem Coronavirus Covid-19 in unserem Land. Das bringt die Gesamtzahl der betroffenen Patienten auf insgesamt 886 Infizierte. Dies sei der Stand von Samstag um 16 Uhr, hieß es dazu.

Von den 197 neuen Coronafällen sind 137 Personen in Flandern, 28 in Wallonien und 27 in der Brüsseler Region betroffen. 163 positiv auf Covid-19 getestete Personen befinden sich in Krankenhäusern. 33 dieser Patienten werden dort auf Intensivstationen behandelt und davon müssen 23 künstlich beatmet werden, meldet das Gesundheitsministerium. Vier Personen sind in Belgien bisher an diesem Virus gestorben. Das betraf bisher zum Teil hochbetagte Senioren im Alter von 90, 86, 80 und 73 Jahren.

Premierministerin Sophie Wilmès (MR) rief die Bevölkerung und vor allem die Jugendlichen in einer via Twitter veröffentlichten Videobotschaft dazu auf, auf Kontakte untereinander maximal zu verzichten: "Wir zählen auch auf euch, wenn wir das Virus schlagen wollen!"

Hier noch einmal der Maßnahmenkatalog der Regierung und der Gesundheitsbehörden zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus:

Schulen

In den Schulen wird der Unterricht ausgesetzt. Eine Betreuung wird zumindest für die Kinder des medizinischen Personals, des Pflegepersonals und der mit der Sicherheit beauftragten Behörden (öffentliche Sicherheit) organisiert. Für Kinder, deren Betreuung nur durch ältere Personen gewährleistet werden kann, können sich die Eltern ebenfalls an die Schulen wenden.

Krippen bleiben geöffnet

Hochschulen und Universitäten wird geraten, Kursmodule online zu erteilen. Diese Schulen werden also nicht geschlossen, aber aufgefordert, Alternativen zu traditionellen Vorlesungen in Hörsälen oder geschlossenen Räumen anzubieten.

Geschäfte und Freizeitaktivitäten (Sport, Kultur, Folklore usw.)

All diese Aktivitäten werden abgesagt, unabhängig von ihrer Größe oder ob es sich um öffentliche oder private Veranstaltungen handelt. Unter anderem Diskotheken, Kneipen und Restaurants bleiben geschlossen.

Hotels bleiben abgesehen von angrenzenden Restaurants geöffnet. Hauslieferungen und Drive-in sind erlaubt. Geschäfte sind die ganze Woche geöffnet, außer am Wochenende.

Lebensmittelgeschäfte und Apotheken hingegen öffnen ganz normal (auch am Wochenende). Allerdings wird ihnen geraten, die Hygienemaßnahmen auf der Grundlage der bereits mitgeteilten Empfehlungen zu verschärfen.

Arbeit

Im Rahmen des Möglichen soll weiter gearbeitet werden, allerdings ist Telearbeit vorzuziehen und sollte verstärkt gefördert werden.

Öffentliche Verkehrsmittel

Die öffentlichen Verkehrsmittel fahren normal, es wird aber darum gebeten, nur unerlässliche Fahrten zu unternehmen. Angepasste Arbeitszeiten sollten es ermöglichen, eine Überlastung der öffentlichen Verkehrsmittel zu verhindern.

 

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