Flämische Landesregierung regelt den Einsatz von „Corona“-Freiwilligen

Ministerpräsident Jan Jambon (N-VA - Mitte) und die Landesminister für Gesellschaft und Wohlfahrt, Bart Somers (Open VLD - links) und Wouter Beke (CD&V - rechts) haben am frühen Sonntagmorgen einige Sicherheitsmaßnahmen angekündigt, mit denen der Einsatz von Freiwilligen und Ehrenamtlichen geregelt wird, die sich für ihre Mitmenschen in dieser Covid-19-Krise einsetzen.

Das betrifft z.B. jene Leute, die für ihre Mitmenschen einkaufen gehen, wenn diese betagt sind oder krank oder durch eine Behinderung an ihre vier Wände gebunden sind. Demnach wird die geltende Versicherung für Ehrenamtliche für alle Vereine und Vereinigungen erweitert und schützt alle, die sich für ihre Mitmenschen einsetzen.

Darunter fallen jetzt alle möglichen Fälle und individuellen Initiativen, z.B. wenn jemand den Hund seines Nachbarn mal eben rauslässt und mit ihm spazieren geht. Die Kosten für diese Versicherung übernimmt das Land Flandern.

In einer entsprechenden Mitteilung der flämischen Landesbehörden heißt es denn auch: „Wir glauben, dass wir damit bis zu 10.000 Menschen versichern können. Auf diese Weise ist man haftpflichtversichert, hat Recht auf Rechtsbeistand und ist auch gegen körperliche Schäden abgesichert.“

Die Regierung lanciert in diesem Zusammenhang auch den Hastag #vlaanderenhelpt („Flandern hilft“): „Viele Leute haben viele gute Ideen und wir können uns gegenseitig inspirieren. Im Maße, in dem wir das teilen, können wir anderen Mut geben und dafür sorgen, dass das Gute in Flandern hervortritt.“ Im Laufe des Sonntags meldeten sich über 800 Personen, die sich in diese Ehrenamtsversicherung haben eintragen lassen.