Andreas Kockartz/VRT

Warum ist an manchen Metro-Eingängen in Brüssel eine rote Ecke am M-Schild zu sehen?

Aufmerksamen Brüssel-Kennern oder Passanten sind sie vielleicht schon aufgefallen, die roten Ecken an einigen M-Schildern, die auf Eingänge zur Metro zu erkennen sind. Doch die meisten bemerken dies nicht. Eigentlich ist dies auch für den „normalen Brüsseler“ oder den „normalen Brüsselbesucher“ nicht wichtig. Doch dahinter verbirgt sich ein nicht unerheblicher Grund.

An jeder Metrostation auf dem Netz der regionalen Brüsseler Nahverkehrsgesellschaft MIVB/STIB befindet sich ein M-Schild, das auf einen Eingang zu einer solchen Station hinweist, auf dem eine rote Ecke oben rechts zu erkennen ist. Diese rote Ecke ist ein wichtiger Hinweis für die Hilfsdienste, z.B. für Notärzte, Feuerwehr oder ähnliches, denn diese rote Ecke lässt die Nothelfer wissen, dass im Notfall gerade dieser Eingang am leichtesten zu nutzen ist.

Ann einem so gekennzeichneten Eingang sind z.B. Anschlüsse für Funkgeräte zu finden und auch Schlüssel, die zum Öffnen der Rolltore in der Nacht, wenn kein Verkehr ist. Ein solcher Ein- und Ausgang ist auch der, der im Notfall am längsten geöffnet bleibt, um Menschen, die evakuiert werden müssen, nach draußen zu bringen.

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Die Nahverkehrsgesellschaft MIVB/STIB will diese Sicherheitspunkte in absehbarer Zeit weiter ausbauen und wird an all diesen mit roter Ecke gekennzeichneten Eingängen auch Brandkästen anbringen, also feuersichere Schränke, in denen Hinweise zu finden sind, wo Feuermelder hängen, wo Überwachungskameras angebracht sind und wo die einzelnen neuralgischen Punkte der jeweiligen Metrostation zu finden sind. Und dort werden auch Notfallknöpfe angebracht, die Sirenen ertönen lassen und über die alle Tore, Türen und Barrieren geöffnet werden können.

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Diese Notfalleingänge hat es immer schon gegeben und normalerweise sind diese auch in die Informationen der Not- und Hilfsdienste eingepflegt, doch diese roten Ecken leuchten auch bei Dunkelheit und lassen die jeweiligen Zugänge noch leichter entdecken. Fahrgäste, die in einer Brüsseler Metrostation einen Brand, ein verdächtiges Gepäckstück oder ein beunruhigendes Vorkommnis bemerken, brauchen übrigens nicht auf die Hilfsdienste oder auf Mitarbeiter der MIVB zu warten. Sie können einen Notruf über eines der vielen SOS-Telefone abgeben, den Standort andeuten und sich danach sofort in Sicherheit begeben. 

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