Coronavirus: TUI setzt die meisten Reiseaktivitäten aus, TUI Belgium sagt alle Reisen bis Ende März ab

Aufgrund des Coronavirus stellt der Tourismuskonzern TUI einen Großteil seiner Reisetätigkeit vorübergehend vollständig ein. Die in Deutschland ansässige Gruppe wird zudem um staatliche Beihilfen bitten, heißt es in einer Pressemitteilung. TUI ist auch in Belgien aktiv.

"In dieser sich schnell verändernden Situation bleiben die Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Gäste und Mitarbeiter weltweit für uns von größter Bedeutung", heißt es in einer Pressemitteilung. "Deshalb hat der TUI Konzern beschlossen, die meisten seiner Reiseaktivitäten bis auf weiteres auszusetzen, einschließlich Pauschalreisen sowie Kreuzfahrt- und Hotelaktivitäten."

TUI meldet außerdem, dass der Konzern derzeit über rund 1,4 Milliarden Euro in bar verfügt. Der Reiseveranstalter wird staatliche Beihilfen beantragen, "um den Betrieb zu unterstützen, bis er sich wieder normalisiert hat".

Schließlich hat die Gruppe auch die vor einem Monat veröffentlichte Jahresprognose zurückgezogen. Eine neue Prognose wird es vorerst nicht geben.

Alle Reisen der TUI in Belgien bis mindestens Ende März abgesagt

TUI Belgium sagt nun alle Reisen - auch Städtereisen, Ski- und Autoreisen - mindestens bis Ende März ab, heißt es auf der Webseite des Reiseveranstalters.

Am Samstag hatte TUI bekannt gegeben, dass alle Pauschalreisen abgesagt würden, nachdem das Auswärtige Amt angekündigt hatte, dass es von allen Auslandsreisen abrate. Jetzt werden also auch Reisen mit dem Auto, Ferien in der Nähe und Städtereisen mit Abfahrt bis einschließlich 31. März und alle Skiurlaube bis zum 19. April gestrichen.

TUI konnte am Montag nicht sagen, von wie vielen Reisenden wir sprechen. Der Reiseveranstalter erstattet gebuchte Reisen nicht zurück, sondern gibt den Reisenden einen Gutschein, mit dem sie eine Ersatzreise buchen können. Buchungen mit Abreise ab 1. April werden derzeit noch akzeptiert.

Für Reisende, die sich derzeit im Ausland aufhalten, ist die Situation von Land zu Land unterschiedlich. TUI werde alles tun, um sie nach Belgien zurückzubringen, hieß es auch noch. Aus Marokko zum Beispiel werden Kunden an diesem Montag zurückgebracht. Diejenigen, die in Spanien sind, werden im Prinzip wie geplant zurückfliegen.