Coronavirus: Belgiens Sicherheitsrat beschließt strengere Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung

Der Nationale Sicherheitsrat hat beschlossen, dass ab dem morgigen Mittwochnachmittag "weitreichende Maßnahmen" ergriffen werden, um die Gesundheit aller Bürger in Belgien zu schützen. So werden nicht notwendige Geschäfte geschlossen und es wird auch ein Versammlungsverbot geben. Für Belgien gilt ab diesem Mittwochmittag eine Ausgangssperre, teilte auch das Krisenzentrum der Wallonie an diesem Dienstag auf seinem Twitter-Account mit.

Eine Pressekonferenz im Anschluss an die Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates hat inzwischen weitere Informationen über die von der belgischen Regierung und den Regional- und Gemeinschaftsregierungen beschlossenen Maßnahmen gebracht.

Alle nicht unbedingt notwendigen Geschäfte werden geschlossen: mit Ausnahme von Lebensmittelgeschäften, Supermärkten, Apotheken, Zeitungsläden und Banken müssen fast alle Geschäfte geschlossen bleiben. Auch die Nachtgeschäfte müssen ab 22.00 Uhr schließen.

Der Zugang zu den Supermärkten wird auf eine Person pro 10 Quadratmeter und 30 Minuten pro Kunde beschränkt. Öffentliche Märkte sind verboten, mit Ausnahme von Essensständen, wo diese unverzichtbar sind.

Wir werden immer noch zur Arbeit gehen dürfen, aber Telearbeit sollte zur Norm werden.  Es wird auch ein Versammlungsverbot geben, von dem nur Familien eine Ausnahme bilden. 

Bewegung im Freien wird weiterhin erlaubt und die Menschen werden sogar dazu ermutigt. Doch dies ist in einer Gruppe nicht erlaubt, nur in Anwesenheit einer einzigen weiteren Person: eines Freundes oder Familienmitglieds.

Der öffentliche Verkehr muss so organisiert werden, dass die Reisenden einen Abstand von 1,5 Metern einhalten können.

All diese Maßnahmen können nicht als "Lockdown" bezeichnet werden, aber diese Maßnahmen sind äußerst weitreichend.

Diese Maßnahmen sind mindestens bis zum 5. April in Kraft.