Zwei Coronapatienten aus Gent warnen vor dem Virus: "Corona ist die Hölle!"

Der Genter Modefotograf Zeger Garré (54) berichtet von seinem Krankenhausbett aus, wie ihn der neue Corona-Virus erwischt habe. Auch Amaryllis Dobbelaere (47) spricht über ihren Kampf gegen das Virus. Ihre Geschichte auf Facebook ist jetzt viral. "Ich fühle mich völlig erschöpft. Ich möchte den Menschen bewusst machen, dass sie dies unbedingt ernst nehmen und sich von einander fernhalten müssen. Panik ist notwendig!”

"Ich muss sagen: Es ist schlimm", seufzt ein sichtlich erschöpfter Zeger Garré in einem Video aus seinem Zimmer in der UZ in Gent. "Ich möchte die Leute doch warnen, in Ihrer Wohnung zu bleiben." Der Modefotograf aus Gent beschreibt in einem Video auf Facebook, wie er am Montag nach einer Woche mit gesundheitlichen Beschwerden ins Krankenhaus eingeliefert wurde.

Eine Woche zuvor war er in Les Menuires in Frankreich Skifahren. "Als ich nach Hause kam, fühlte ich mich wirklich schlecht", sagte er am Telefon. "Ich dachte, es würde besser, und tatsächlich fühlte ich mich nach vier Tagen wieder gut. Doch dann hat sich am vergangenen Freitag die Lage wieder gewendet. Ich hatte keine Schmerzen, fühlte mich aber völlig erschöpft. Am Ende haben wir beschlossen, ins Krankenhaus zu gehen."

Zeger sagt, er wolle mit seiner Aussage die Menschen wachrütteln. "Denn ich habe das Gefühl, dass viele Menschen nicht erkennen, dass sie eine Gefahr für ihre Mitmenschen sind, wenn sie ihre Verantwortung nicht wahrnehmen. Wenn sie wüssten, wie es mir jetzt geht, würden sie vielleicht zugeben, dass Panik tatsächlich notwendig ist".

Er beschreibt, wie er völlig erschöpft gewesen sei. Er sagt es sei die Hölle. Es sei das Allerschlimmste. Und ruft die Leute auf, wirklich zu Hause zu bleiben und voneinander Abstand zu halten.

Zeger dankt in seiner Aussage auch ausdrücklich dem Pflegepersonal. "Hut ab  für all diese Menschen! Der Mann, der jeden Tag Fotos von meiner Lunge machen muss, gab zu, dass er jedes Mal, wenn er mein Zimmer betrat, Angst hatte. Dennoch ist er pflichtbewusst und nimmt das Risiko auf sich. Respekt!"

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"Corona ist die Hölle!"

Inzwischen erscheinen noch mehr Zeugenaussagen von Coronapatienten in den sozialen Medien. Amaryllis Dobbelaere hat ihre Geschichte auch auf ihrer Facebook-Seite gepostet. Seit Samstag ist sie mit einer viralen Lungeninfektion eingeliefert worden. "Ich bin eine gesunde, 47-jährige Frau. Ich habe keine Herzkrankheit, Lungenkrankheit, Diabetes, Bluthochdruck oder andere Hochrisikokrankheiten. Ich war weder in China noch in Italien. Ich weiß nicht, woher ich das Virus habe. Schlimm!"

Amaryllis beschreibt, wie es mit Husten und einigen Halsschmerzen begann und bald zu hohem Fieber, Schweißausbrüchen, Nacken- und Kopfschmerzen überging. "Ich lege hier meine ganze Seele offen, aber während dieser Attacken weinte ich wie ein kleines Kind. Es fühlte sich an wie Dutzende von Messerstichen in meinem Körper... Corona ist die Hölle!"

Auch Amaryllis beendet ihr Statement mit einem Aufruf: "Also, liebe Leute, benutzt euren Verstand und bleibt zu Hause! Es rettet Leben! ICH FlEHE EUCH AN, ... tut das niemandem an!" In der Zwischenzeit geht es ihr etwas besser, und hoffentlich kann sie am Mittwoch nach Hause gehen. "Mein Bett muss frei werden, der nächste wartet schon..."