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15 Millionen Mundmasken für Belgien sollen unterwegs sein

Das belgische Gesundheitsministerium gibt an, eine Lösung für das Problem der zuneige gehenden Vorräte an Mundschutzmasken für das Krankenhaus- und Pflegepersonal sowie für Ärzte und Hausärzte gefunden zu haben. Einem Bericht der flämischen Wirtschaftszeitung De Tijd zufolge soll eine Lieferung von 15 Millionen solcher Masken auf dem Weg nach Belgien sein. Laut Gesundheitsamt soll die Lieferung unser Land am Donnerstag oder Freitag erreichen.

Eine erste Lieferung von 5 Millionen Mundmasken betrifft chirurgische Masken, die auch Pflegepersonal tragen kann, das nicht in Kontakt mit Coronapatienten in Krankenhäusern steht. Eine zweite Lieferung betrifft weitere 9 Millionen solcher chirurgischer Masken und eine dritte Lieferung umfasst 1 Million sogenannte FFP-Masken, die von medizinischem Personal bei der direkten Behandlung von Covid-19-Patienten genutzt werden kann. Zudem macht die flämische Landesregierung 7 Mio. € frei für weitere Bestellungen von solchen Masken.

Alibaba

Diese Lieferung kommt zu den 500.000 Mundschutzmaske hinzu, die der Gründer des chinesischen Internetgiganten Alibaba, Jack Ma, unserem Land spendet. Diese Masken werden in den kommenden Tagen und Wochen nach und nach an die Einrichtungen verteilt, die sie dringend brauchen. Davon werden auch Hausärzte profitieren. Eine Bestellung von Mundmasken in Höhe von rund 5 Mio. € des belgischen Gesundheitsministeriums bei einem Geschäftsmann erwies sich vor einigen Tagen als Fehlschlag, denn dieser ist von türkischen Geschäftspartnern Medienberichten zufolge übers Ohr gehauen worden.

Mundmasken aus völlig anderen Quellen

Inzwischen springen hier und da Unternehmen, Handelsketten und sogar Privatleute und Einzelhändler ein, um das Gesundheitswesen mit solchen Masken zu unterstützen. Das Warenhaus-Vertriebsunternehmen Intermarché z.B. spendet aus den eigenen Lagerbeständen 30.000 Masken. Das Schlacht- und Wurstwaren-Unternehmen Détry aus Aubel in der Provinz Lüttich spendet Mundmasken, Schutzanzüge und Schutzbrillen aus dem eigenen Bestand. Bereits mehrmals haben Baumärkte und Bauunternehmer schon Mundschutzmasken gespendet, die eigentlich auf Baustellen als Staubschutz genutzt werden. 

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