Jeneverstokerij Rubbens

Flämische Brennereien produzieren Alkohol zur Herstellung von Desinfektionsmitteln

Die Schnapsbrennerei Rubbens aus Wichelen, die Brennerei De Moor aus Aalst und deren Mitbewerber bei Filliers in Deinze haben ihre Produktion von hochprozentigen Getränken auf Alkohol zur Herstellung von Desinfektionsmitteln umgestellt. In erster Linie soll dieser Alkohol bei Handgels zum Tragen kommen.

„Wir haben schon letzte Woche begriffen, dass die Coronakrise keine gewöhnliche Krise sein wird und dass wir mit unserem Alkohol dabei helfen können, etwas dagegen zu tun“, so Hendrick Beck von der Schnapsbrennerei Rubbens in Wichelen in der Provinz Ostflandern. Die Zollbehörden hätten ihm erklärt, wie man desinfizierenden Alkohol herstellt: „Wir haben sofort damit angefangen!“

Bei Rubens werden derzeit pro Tag rund 10.000 Liter Desinfektionsmittel hergestellt. Vor allem Krankenhäuser, Rettungsdienste und das Rote Kreuz lassen sich von der Brennerei beliefern. Doch auch Ärzte und Apotheken können Rohstoff aus Brennereien nutzen, um eigene Mittel zum Desinfizieren herzustellen.

Die Idee von Rubbens findet auch Interesse bei anderen Brennereien in der Region. So werden jetzt auch De Moor in Aalst und Filliers in Deinze damit beginnen, ihre Alkoholproduktion auf die Herstellung von Desinfektionsmitteln umzustellen. Die Filliers wurde sogar schon eine dahingehende Anfrage eingereicht… Bei De Moor bedankt man sich dafür, dass die Zollbehörden der gesamten Branche innerhalb von nur 24 Stunden die Zulassung für diese Art der Produktion erteilt habe.