Die belgische Bahn führt einen "Fahrplan von nationaler Wichtigkeit" ein

Die belgische Bahngesellschaft NMBS/SNCB und Infrabel, der Infrastrukturdienstleister der Bahn, wollen einen Fahrplan aufrecht erhalten, der jedem derzeit gerecht werden kann. Doch auch diese beiden Bahnunternehmen haben mit den Folgen des Coronavirus zu kämpfen. Mitarbeiter lassen sich krankschreiben und die Zahl der Reisenden sank in den letzten Tagen um bis zu 80 %.

Ab Montag bietet die belgische Bahn aus diesen Gründen einen etwas der Situation angepassten Fahrplan an. „Das Zugangebot bleibt aufrechterhalten, wird jedoch in ganz Belgien angepasst. Dies mit einer maximalen Zusammenstellung der Züge, um den Reisenden ausreichend Abstand voneinander zu ermöglichen.“, hieß es dazu in einer Pressemitteilung der NMBS.

Mit diesem „Fahrplan von nationaler Wichtigkeit“ will die Bahn vermeiden, dass Züge unangekündigt gestrichen werden, während andere Züge überbelegt trotzdem fahren. Der angepasste Fahrplan der belgischen Bahn garantiere ein „maximales Sicherheitsniveau“, so die Bahn weiter. 75 % des normalen Fahrplans würden so bestehen bleiben.  

„Diese Anpassung verbindet die Notwendigkeit der Kontinuität unserer Dienstleistung mit den Vorschriften und den Empfehlungen der Behörden auf Ebene der Volksgesundheit und den steigenden Krankentagen beim Bahnpersonal und bei den Zulieferunternehmen“, so die NMBS-Pressemitteilung abschließend.