Belgische Regierung pumpt eine Milliarde Euro zusätzlich in die Krankenversorgung

Gesundheitsministerin Maggie De Block kündigte am Freitagabend an, dass den belgischen Krankenhäusern ein "Vorschuss" von einer Milliarde Euro zur Verfügung gestellt wird. Damit soll sichergestellt werden, dass das Krankenhauspersonal während der Corona-Krise weiter bezahlt werden kann. 

Außerdem sollen mit dem Geld die Einnahmeverluste kompensiert werden, die dadurch entstehen, dass die Kliniken nicht zwingend notwendige Eingriffe momentan nicht ausführen.

Nach Angaben von Gesundheitsministerin Maggie De Block (Open VLD) wurden in allen Krankenhäusern die Notfallprogramme aktiviert. Das bedeute, dass die Kapazitäten auf den Intensivstationen vergrößert werden.

Laut Ministerin De Block (Foto unten)wird die staatliche Krankenversicherung die zusätzlichen Gelder bis spätestens Mitte April an die Krankenhäuser auszahlen.

"Der Vorschuss von 1 Milliarde Euro verschafft den Krankenhäusern ausreichend Liquidität, um ihre Ausgaben weiterhin zu decken. Die Zahlung der Gehälter des Personals hat Vorrang, aber mit dem Geld können beispielsweise auch Ausgaben für medizinische und andere Ausrüstung finanziert werden. Ein Teil des Budgets wird verwendet, um die verringerte Aktivität der Pflegeanbieter auszugleichen", heißt es in der Pressemitteilung der Gesundheitsministerin.