Brüsseler Verkehrsbetriebe MIVB/STIB haben den Wochenend-Service um die Hälfte reduziert

In Brüssel fahren die öffentlichen Verkehrsmittel an diesem Wochenende nur mit halber Kraft. Fahrgäste müssen deshalb  wohl länger auf ihren Bus, ihre Straßenbahn oder ihre U-Bahn warten, als sie vielleicht erwartet hätten. Busse und Straßenbahnen bedienen zwar weiter das gesamte Streckennetz, aber nur noch halb so oft. Der Grund: Wegen der Corona-Krise müssen viele Menschen zu Hause bleiben.

Da die Fahrgastzahlen seit Beginn der COVID-19-Krise stark zurückgegangen sind, hat die Brüsseler Verkehrsgesellschaft MIVB/STIB beschlossen, ihr Angebot an den Wochenenden um die Hälfte zu reduzieren. Diese Maßnahme wird in allen 19 Gemeinden der Region Brüssel-Hauptstadt zu spüren sein.

Die Nahverkehrsgesellschaft fordert die Fahrgäste auch dringend erneut auf, die Abstandsregeln einzuhalten.

Da viele Menschen entweder von zu Hause aus arbeiten oder in Kurzarbeit entlassen wurden, die Universitäten geschlossen sind und die Schulen den Unterricht eingestellt haben, gibt es auch an den Wochentagen viel weniger Fahrgäste. Abends wurden alle kulturellen und sportlichen Aktivitäten auf Eis gelegt und Bars und Restaurants geschlossen. Deshalb sind fast leere Busse und Straßenbahnen auf den Straßen der Hauptstadt eher die Regel als die Ausnahme.

Ab Montag werden die Verkehrsbetriebe einen Sonderfahrplan einführen, der Zeiten berücksichtigt, in denen relativ viele Fahrgäste unterwegs sind. Zu diesen Zeiten werden mehr Fahrzeuge eingesetzt, um die Abstandsregeln zu gewährleisten. Bus- und Straßenbahnlinien, die Krankenhäuser und andere Organisationen, die Pflegeleistungen anbieten, bedienen, werden vorrangig behandelt.

Eine Reihe von als "nicht unbedingt notwendig" erachteten Linien könnten für die Dauer der Krise ausgesetzt werden. 

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