In Brüssel überwacht Polizei mit Drohnen, ob sich Bürger an die angeordnete Ausgangssperre halten

Mit Drohnen überwacht die Polizei in Belgiens Hauptstadt Brüssel die belgische Ausgangssperre wegen des Coronavirus. Vor allem in Grünanlagen achte man darauf, dass Sportler und Spaziergänger die Vorschriften beachten und sich nicht zu nahe kommen, teilte die Polizei am Freitag via Twitter mit. Dreisprachige Durchsagen erinnern an die Regeln. 

Seit Beginn der fast dreiwöchigen Ausgangssperre hat die Polizei schon mehr als 100 Geldbußen wegen Regelverstößen verhängt. In der Regel geht es um Menschen, die sich nicht an das Versammlungsverbot gehalten haben, oder um Bars und Geschäfte, die entgegen der Anordnungen geöffnet blieben.

Seit Mittwoch gilt nun schon im ganzen Land die Ausgangssperre zur Bekämpfung des Coronavirus. Menschen dürfen ihre Häuser nur noch mit triftigem Grund verlassen.

Die Brüsseler Polizei zog am Freitagabend erstmals Bilanz. Besonders viele Verstöße verzeichneten die Beamten der Hauptstadt in Parks und Grünflächen: Schönes Wetter hatte die letzten Tage viele Menschen ins Freie gelockt. Das kann Bußgelder von 350 Euro für Erwachsene und 175 Euro für Minderjährige nach sich ziehen.

Vorerst setzt die Polizei vor allem auf Dialog: Den Bürgern sei häufig nicht ganz klar, was erlaubt ist, und was nicht, sagte Polizeisprecherin Ilse Van de Keere. Für eine begrenzte Zeit und zur körperlichen Betätigung frische Luft schnappen ist ok oder mit dem Hund Gassi gehen. Aber eben keine Picknicks oder Fußballspiele im Park.

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