Trotz Frühlingsbeginn und Sonne: Tagesausflügler zur Küste riskieren eine saftige Geldstrafe

Die Polizei wird an der flämischen Küste das ganze Wochenende verschärfte Kontrollen durchführen, um Touristen daran zu hindern, das gute Wetter zu nutzen, um ans Meer zu reisen. Seit Mittwoch sind nicht unbedingt notwendige Reisen verboten, um die Verbreitung des neuen Coronavirus zu verlangsamen. Im Falle eines Verstoßes riskieren die Täter eine hohe Geldstrafe.

Die Polizeizone Blankenberge/Zuienkerke hat am Samstagmorgen Straßensperren auf den Hauptstrecken zur Küste errichtet. Auch Polizeibeamte auf Motorrädern kontrollieren den Verkehr. Auch eine Drohne wird eingesetzt. "Wir werden die angekündigten Maßnahmen strikt durchsetzen", warnt der Pressesprecher der Polizei, Philippe Denoyette.

"Jeder, der nicht hier sein muss, wird sofort bestraft. Es gibt keine Vorwarnung. Nicht unbedingt notwendige Reisen zur Küste kommen nicht in Frage". Bis zum Freitag wurden bereits rund 30 Bußgelder verhängt.

Unter anderem hielt die Polizei einen Kleinbus mit sieben polnischen Arbeitern auf dem Weg zu ihrem Hotel an. Sie mussten ihre Reise zu Fuß beenden und dabei einen ausreichenden Abstand zwischen den verschiedenen Personen einhalten.

Die Polizei befürchtet, dass an diesem Wochenende viele hartnäckige Touristen Blankenberge besuchen wollen. "Unsere Polizeizone ist in den sozialen Medien sehr aktiv. Sie können sich nicht vorstellen, wie kreativ Menschen sind, wenn sie einen Grund suchen, um doch noch durch gelassen zu werden. Aber unsere Botschaft ist klar: Bleiben Sie zu Hause".

Nicolas Maeterlinck