Nicolas Maeterlinck

Die belgischen Grenzen wurden in verschiedenen Ortschaften verbarrikadiert

Seit Freitagnachmittag sind die Grenzen unseres Landes im Kampf gegen das Coronavirus geschlossen. Dennoch versuchten Immer noch belgische Autofahrer die Grenze zu überqueren oder es kamen  Niederländer und Franzosen hierher. Deshalb entscheiden sich verschiedene Bürgermeister dazu, Schleichwege, die nicht von der Polizei kontrolliert werden können, mit Containern oder Betonblöcken abzusperren.

Die Gemeinde Kinrooi in der flämischen Provinz Limburg hat daher auf kleineren Straßen Barrikaden errichtet. Am Sonntag folgte Riemst, ebenfalls in Limburg, diesem Beispiel das gleiche getan. Bürgermeister Jo Brouns stellte fest, dass zu viele Niederländer über diese Schleichwege versuchten, nach Belgien zu fahren, und das könne nicht die Absicht sein.

Deshalb hat er Absperrungen und Verbotsschilder installieren lassen. Wenn das nicht ausreicht, will er die Grenzübergänge komplett blockieren lassen.

Auch an der Grenze zu den Niederlanden, in Hoogstraten (Provinz Antwerpen), werden Barrikaden errichtet. Die Stadt und die Polizeizone Noorderkempen haben beschlossen, die kleineren Zufahrtsstraßen zwischen Belgien und den Niederlanden mit Containern zu sperren.

Probleme auch an der Grenze zu Frankreich

20 Prozent der Autofahrer missachten dort die Sicherheitsanweisungen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Epidemie. Zu diesem Schluss kommt die Polizei im westflämischen Menen an der Grenze zu Frankreich. Am Samstag hätten zahlreiche Autofahrer versucht, die Grenze zu passieren, um in Frankreich einkaufen zu gehen.

In der Region gibt es außerdem zahlreiche Nebenstraßen, die nach Frankreich führen. Diese wurden mit Absperrungen blockiert. Die Absperrungen wurden aber von manchen Autofahrern entfernt.

Zurzeit sind in Belgien alle nicht dringend notwendigen Autofahrten untersagt, um die Verbreitung des Coronavirus zu bremsen.