Wegen Coronakrise: Nur begrenztes Gedenken an die Opfer der Anschläge vom 22. März 2016

Belgiens Premierministerin Sophie Wilmès gedachte am Denkmal für alle Opfer des Terrorismus am Schumanplatz im Brüsseler Europaviertels des vierten Jahrestages der Anschläge 22. März 2016. Sie tat dies zusammen mit einer kleinen Anzahl von Vertretern der Opferverbände, des Brüsseler Flughafens und der Brüsseler Verkehrsbetriebe MIVB/STIB.

Es war eine sehr kurze, aber intime Gedenkfeier, die mit der Kranzniederlegung auf dem Denkmal durch die Premierministerin begann. Danach legten die Opferverbände Life4Brussels und V-Europe Blumen nieder, ebenso wie die Geschäftsführer der Brussels Airport Company und der Brüsseler Verkehrsbetriebe. Die Zeremonie wurde mit der musikalischen Begleitung eines Musikers des Belgischen Nationalorchesters abgeschlossen.

Aufgrund der Bedrohung durch das Coronavirus und der Entscheidung des Nationalen Sicherheitsrates, alle Veranstaltungen in unserem Land abzusagen, war dieses Jahr nur ein einziger Gedächtnismoment geplant. Neben Premierminister Wilmès war auch Justizminister Koen Geens anwesend.

Während der Zeremonie wurde ein ausreichender Abstand gewahrt, und die Presse war nur in sehr begrenztem Umfang anwesend. Die anderen geplanten Gedenkmomente auf dem Brüsseler Flughafen, der U-Bahn-Station Maalbeek und auch im Résidence Palace wurden abgesagt.

Bei den Selbstmordattentaten auf dem Brüsseler Flughafen in Zaventem und der U-Bahn-Station Maalbeek kamen vor genau vier Jahren 32 Menschen ums Leben. Mehr als 300 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Der Prozess gegen die Terroristen wird frühestens in anderthalb Jahren erwartet.