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Coronavirus-News aus aller Welt: Wie kommen Belgier im Ausland nach Hause?, deutsche Bundeskanzlerin in Quarantäne und UN soll Notfallfonds einrichten

Für Belgier, die im Ausland festsitzen und in unser Land zurückkehren wollen, bleibt abzuwarten, ob und wie dies noch möglich ist, so der belgische Außenminister. Außerdem: auch die deutsche Bundeskanzlerin ist jetzt in Quarantäne und UN wird Notfallfonds einrichten, um die Behandlung von Coronavirus-Patienten weltweit zu unterstützen.

Für Belgier, die im Ausland festsitzen und in unser Land zurückkehren wollen, bleibt abzuwarten, ob und wie dies noch möglich ist. "Wir haben Lösungen für die Menschen auf den Kanarischen Inseln, in Marokko, Tunesien und Senegal gefunden, sie können diese Woche zurückkehren", so Außenminister Philippe Goffin (MR). "Für die anderen tun wir alles, was wir können, um ihnen eine Antwort zu geben. Unsere Dienste arbeiten 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche".

"Wir sind uns bewusst, dass es schwierige Situationen gibt", so Minister Goffin. Er bezieht sich unter anderem auf Fluggesellschaften, die ihre Flüge deutlich reduzieren oder Länder, die ihren Luftraum schließen. "Ich muss ehrlich sein, für einige wird es leider nicht möglich sein, in unser Land zurückzukehren. Wir raten ihnen, mit der örtlichen Botschaft in Kontakt zu bleiben."

Deutsche Bundeskanzlerin in Quarantäne

Auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel musste sich am gestrigen Sonntagabend selbst in häusliche Quarantäne begeben, nachdem sie mit einem Arzt in Kontakt gekommen war, der positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Das wurde kurz nach einer Pressekonferenz angekündigt, auf der die neuen Maßnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung der Epidemie in Deutschland vorgestellt wurden.

Unterdessen ist bekannt, dass der erste Corona-Test von Kanzlerin Merkel auf das neuartige Coronavirus negativ ausgefallen und keine Infektion festgestell worden ist.  

UN soll Notfallfonds zur Bekämpfung der Coronavirus-Krise einrichten

Die Vereinten Nationen werden wiederum einen Notfallfonds einrichten, um die Behandlung von Coronavirus-Patienten weltweit zu unterstützen. Das berichtet das norwegische Außenministerium am Montag.

Ziel des Fonds ist es, Entwicklungsländer mit schwachen Gesundheitssystemen bei der Bewältigung der Krise zu unterstützen. Die UNO will auch die langfristigen Folgen der Krise angehen.

"Wir sind besorgt darüber, wie sich das Virus auf Entwicklungsländer mit bereits schwachen Gesundheitssystemen auswirken wird", sagte die norwegische Entwicklungsministerin Dag-Inge Ulstein. "Internationale Solidarität über Grenzen hinweg ist wichtiger denn je. Deshalb ist es wichtig, dass wir einen wirtschaftlichen Beitrag zu einem solchen UN-Fonds leisten".

Nach Angaben des norwegischen Außenministeriums könnte die offizielle Ankündigung der Einrichtung des Fonds im Laufe dieser Woche folgen.

Wie viel Norwegen selbst beitragen wird, ist unklar.

Internationale Leichtathletikverband ist bereit, Leichtathletik-Weltmeisterschaften von 2021 in Eugene, USA, zu verschieben

Der Internationale Leichtathletikverband ist bereit, die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2021 in Eugene (Oregon), USA, zu verschieben, falls die Olympischen Spiele verschoben werden, wurde am Montag bekannt gegeben.

Nach Angaben von World Athletics hat sich die Organisation bereits mit den lokalen Veranstaltern in Verbindung gesetzt. Diese haben dem internationalen Leichtathletikverband zugesichert, dass sie mit ihren Partnern und anderen beteiligten Parteien besprechen werden, ob das Turnier in Eugene auf einen anderen Termin verlegt werden kann, "falls die Umstände dies erfordern", so World Athletics.

IOC-Präsident Thomas Bach wollte am Sonntag noch keine Entscheidung in Bezug auf die Spiele treffen, versprach eine solche aber innerhalb von vier Wochen.

Unterdessen ist bekannt geworden, dass Kanada jedenfalls nicht zu den Olympischen und Paralympischen Spielen gehen wird. Kanada ist das erste Land, das aufgrund der Coronavirus-Pandemie beschlossen hat, in diesem Sommer keine Athleten zu den Olympischen und Paralympischen Spielen in die japanische Hauptstadt zu schicken, teilte das Kanadische Olympische (COC) und Paralympische Komitee (CPC) am gestrigen Sonntag mit.