Eine Covid-19-Infizierung am Arbeitsplatz gilt im Gesundheitswesen als Berufskrankheit

Eine Ansteckung mit dem Coronavirus Covid-19 wird in Belgien bei den Beschäftigten des Gesundheits- und Pflegesektors als Berufskrankheit anerkannt. Dies teilte die belgische Bundesagentur  für Berufsrisiken FEDRIS mit. Gerade in diesem Bereich seien die Mitarbeiter, Ärzte und Pfleger, einen besonders hohen Risiko ausgesetzt, hieß es dazu. 

Eine Ansteckung mit dem Coronavirus Covid-19 wird in Belgien bei den Beschäftigten des Gesundheits- und Pflegesektors als Berufskrankheit anerkannt. Dies teilte die belgische Bundesagentur  für Berufsrisiken FEDRIS mit. Gerade in diesem Bereich seien die Mitarbeiter, Ärzte und Pfleger, einen besonders hohen Risiko ausgesetzt, hieß es dazu. 

Das Pflegepersonal und die Ärzte in den hiesigen Krankenhäusern, Kliniken und Pflegeeinrichtungen sind besonders gefährdet, sich mit dem Coronavirus anzustecken, so FEDRIS. Beschäftigte aus dem Gesundheitswesen, die positiv auf Covid-19 getestet werden, haben damit ab sofort einen Anspruch auf eine Entschädigung wegen  Berufskrankheit.

Diese Regelung trifft z.B. auf das Personal von Rettungsdiensten, auf alle Krankenhausangestellten, z.B. in der Notaufnahme, auf Intensivstationen, Ärzte und Pfleger, die in direktem und indirektem Kontakt zu Patienten stehen zu. Profitieren können davon auch die Beschäftigten in Pflegeeinrichtungen, in denen mindestens zwei Fälle von Coronavirus festgestellt worden sind.

Das System trifft aber unter Umständen auch auf Beschäftige anderer Bereiche zu, z.B. auf Mitarbeiter von medizinischen Bereiche, Beschäftigte in der Logistik (zur Garantie der Versorgungskette) und auch auf Reinigungspersonal. Zudem können auch Beschäftigte anderer Sektoren, die sich nachweislich am Arbeitsplatz mit Covid-19 angesteckt haben, unter bestimmten Umständen von einer entsprechenden Entschädigung profitieren.

Betroffene können im Fall einer solchen Infizierung bei FEDRIS einen Antrag auf Entschädigung einreichen. FEDRIS ist zuständig für Einrichtungen und Unternehmen in der Privatwirtschaft und auf Ebene von Städten und Gemeinden sowie der Provinzen. Bei staatlichen Einrichtungen oder auf Landes- und regionaler Ebene müssen sich die Betroffen in einem solchen Fall an ihren Arbeitgeber wenden

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