BELGA

Flanderns Schulen bieten auch in den Osterferien Betreuung

Die Schulen im belgischen Bundesland Flandern bieten auch während der Osterferien Betreuung für Kinder, allerdings nur dann, wenn deren Eltern in zu diesen Coronazeiten relevanten Berufen arbeiten, z.B. im Pflege- und Gesundheitsbereich, bei der Polizei, im Einzelhandel und anderes. Dies gilt aber auch für Kinder aus prekären Haushalten.

Flanderns Landesbildungsminister Ben Weyts (N-VA - Foto unten) kündigte an, dass die hiesigen Schulen auch während den kommenden Osterferien Betreuung für Kinder aus bestimmten Haushalten anbieten werden. Laut Weyts haben sich alle flämischen Schulträger, die Lehrergewerkschaften und alle zuständigen Landesbehörden darauf einigen können.

Profitieren können davon Haushalte, in denen die Eltern in ihren Berufen gerade enormes für die Gesellschaft leisten, so Weyts gegenüber VRT NWS: „Wir wollen unseren Helden, die gerade in der Pflege, im Lebensmittelbereich, im Vertriebswesen, in der Sicherheit tätig sind, etwas zurückgeben. Das mindeste, das wir tun können, ist dafür zu sorgen, dass sie auch während der Osterferien ihren Job machen können.“

Konkret werden die Städte und Gemeinden diese Kinderbetreuung in Zusammenarbeit mit den Schulen oder mit lokalen Betreuungsinitiativen organisieren. Im Prinzip gilt grundsätzlich, dass Kinder während den Ferien zwei Wochen lang zuhause bleiben können, doch Familien, bei denen das berufsbedingt nicht gelingen kann, wird Betreuung angeboten.

„Einerseits waren schon lokale Betreuungsinitiativen geplant. Dort steht also Personal zur Verfügung. Reichen diese Initiativen nicht aus, dann können die lokalen Behörden auf die Schulen zurückgreifen“, so Bildungsminister Weyts. Schon jetzt melden sich viele Ehrenamtliche, die hier unterstützend helfen wollen, z.B. auch Lehrkräfte. Weyts lobte diese Form der Solidarität mit denen, die berufsbedingt keine andere Wahl haben. 

Flanderns Bildungsminister Ben Weyts