Google Books stellt bald über 100.000 historische Bücher aus Antwerpen online

Über eine Zusammenarbeit zwischen Google und der flämischen Hafenstadt Antwerpen werden bald rund 100.000 historische Bücher digital verfügbar sein. Dabei handelt es sich um Bücher aus zwei Antwerpener Archiven, die dort zwischen den Jahren 1600 und 1900 gedruckt wurden. 

Antwerpen gibt zwei Archive für Google frei. Rund 100.000 historische Bücher, die dort zwischen 1600 und 1900 gedruckt wurden, erscheinen dann als Digitalausgabe bei Google Books. Start des Projekts ist kommendes Jahr, mit dem Abschluss rechnet Google drei Jahre später.

32.000 dieser Bücher stammen aus dem Verlag des Antwerpener Buchdruckers Christoffel Plantin (1520-1589). Dieser Verlag des gebürtigen Franzosen, dessen 500. Geburtstag Antwerpen dieses Jahr eigentlich feiern will, blieb über Generationen in Familienbesitz. Heute ist der Familiensitz der Plantins samt Druckerei und Bibliothek eines der wichtigsten Antwerpener Museen und er gehört zum Unesco-Weltkulturerbe.

Weitere 60.000 Bücher kommen aus der Kulturerbe-Bibliothek Hendrik Conscience in Antwerpen. Diese Bibliothek sammelt und bewahrt seit mehr als fünf Jahrhunderten flämisches und niederländisch-sprachiges Kulturerbe und Literatur und ist neben dem Felix-Archiv eine der wichtigsten kommunalen Archivbibliotheken der Stadt.

In drei Jahren soll alles stehen

Alle digitalen Versionen werden in den kommenden drei Jahren für jedermann frei zur Verfügung stehen. Da alle dieser historischen Bücher inzwischen sehr alt sind, greifen hier keine Urheberrechte mehr. Sie stehen sowohl Privatpersonen zur Verfügung, als auch Historikern, Forschern und Wissenschaftlern.

Google Books ist seit 15 Jahren aktiv und hat als, irgendwann, als alle Bücher dieser Welt zu digitalisieren und für jedermann verfügbar zu machen. Die Frage der Urheber- und Autorenrechte sind in diesem Fall schon vor einigen Jahren juristisch international geklärt, damit Autoren und Verlage keine wirtschaftlichen Schäden durch die Digitalisierung ihrer Werke entstehen, auch wenn dies bis heute leidlich umstritten ist und bleibt.